Kreis Düren/Oberzier: Ihre Vision überzeugt die Delegierten

Kreis Düren/Oberzier: Ihre Vision überzeugt die Delegierten

Dass Dr. Patricia Peill im kommenden Mai im Landtagswahkreis Düren I als Nachfolgerin des freiwillig ausscheidenden Josef Wirtz für die CDU antreten würde, stand praktisch schon vor dem Nominierungsversammlung am Dienstagabend in Oberzier fest.

Spätestens als sich die Nordkreis-CDU in der vergangenen Woche geschlossen hinter die Diplom-Betriebswirtin aus Nörvenich stellte und auf die Nominierung eines eigenen Bewerbers — im Raum stand der Jülicher Heinz-Peter Braumüller — verzichtete, waren letzte Zweifel ausgeräumt. Dass auf der Versammlung selbst noch ein Kandidat seinen Hut in den Ring werfen würde, war ohnehin unwahrscheinlich und trat auch nicht ein. Und so konnten sich die 61 Delegierten aus Aldenhoven, Inden, Jülich, Langerwehe, Linnich, Merzenich, Niederzier, Nörvenich, Titz und Vettweiß nur für oder gegen die 53-Jährige entscheiden, die am Ende nur vier Delegierte nicht überzeugen konnte und mit 93,4 Prozent der Stimmen nominiert wurde.

Der Weg in den Landtag aber ist damit noch nicht geebnet. „Mir ist klar, dass ich den Wahlkreis direkt gewinnen muss“, betont Patricia Peill. Hoffnungen auf einen ähnlich guten Listenplatz wie ihr Vorgänger Josef Wirtz macht sie sich nicht, auch wenn die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Nörvenicher Gemeindeverbandsvorsitzende in den Reihen der Frauenunion Bezirksvorsitzende und Beisitzerin im Bundesvorstand ist. Deshalb will sie im kommenden Jahr alles daran setzen, mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen. Sie appellierte an die Stadt- und Gemeindeverbände, sie zu ihren Veranstaltungen einzuladen. „Ich komme gerne, auch zu einem Kaffee.“

Ihr Wahlkampfbüro und „hoffentlich später auch mein Wahlkreisbüro“ will die Nörvenicherin in Jülich einrichten. Auch diese Ankündigung dürfte ihr im Nordkreis Sympathien gebracht haben. „Ich werde alles alles dafür tun, dass sich die Kommunen auf beiden Seiten der Autobahn von mir gut vertreten fühlen“, kündigte die gebürtige Bayerin an. Sie will sich für eine bessere finanzielle Ausstattung der ländlichen Kommunen einsetzen, für das Gelingen des Strukturwandels in der Tagebauregion mit der Schaffung Tausender neuer Arbeitsplätze und beim Thema „Innere Sicherheit“ für eine bessere personelle Ausstattung der Polizei.

Und sie hat eine Vision: „In 2040 wünsche ich mir, dass alle Kinder hier bei uns im Kreis zur Schule gehen können und einen Ausbildungsplatz finden; hier eine Familie gründen können, weil sie einen wohnortnahen Arbeitsplatz gefunden haben, und in der heimischen Umgebung alt werden können.“ Worte, die die Delegierten überzeugten.

(ja)
Mehr von Aachener Zeitung