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Brand in Lackiererei: Hunderte Meter hohe Rauchsäule über der Stadt

Brand in Lackiererei : Hunderte Meter hohe Rauchsäule über der Stadt

Feuer in Autolackiererei sorgt für Großeinsatz

Ein Brand in einer Autolackiererei in Düren hat am Dienstagmorgen für Explosionen und eine hunderte Meter hohe Rauchwolke gesorgt.

Nach einem Brand in einer Autolackiererei und Kfz-Reparaturwerkstatt in einem Hinterhof an der Schoellerstraße musste die Feuerwehr der Stadt Düren am Dienstagmorgen Vollalarm auslösen.Nach mehreren hörbaren Explosionen stand eine schwarze Rauchwolke hunderte Meter hoch über dem Brandort.

Die Polizei musste den Bereich weiträumig absperren, unter anderem wurde die Zufahrt zum Friedrich-Ebert-Platz aus Richtung Schoellerstraße und Kölnstraße abgeriegelt. Auch Teile der Scharnhorstraße, der Yorckstraße, der Merzenicher Straße und der Kreuzstraße wurden zur Brandbekämpfung gesperrt. Gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund des Qualms und des Rauchniederschlags konnten erst einmal nicht ausgeschlossen werden. Nebel sorgte dafür, dass sich der Rauch nur sehr zäh auflösen konnte.

Wie der Dürener Wehrleiter Johannes Rothkranz vor Ort erläuterte, war der Alarm um 9.22 Uhr ausgelöst worden. Zunächst waren die Hauptwache und eine ehrenamtliche Einheit im Einsatz. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Feuer in einer drei mal sechs Meter großen und drei Meter hohen Lackierkabine der rund 2000 Quadratmeter großen Werkstatt ausgebrochen war. Der Brand entstand im laufenden Betrieb. Die Kabine bestand aus Kunststoff und hatte laut Rothkranz den Brandschutzstandard F0, also keinerlei Brandschutzelemente. Das komplette Objekt sei verraucht gewesen, so der Wehrleiter weiter. Es wurde Vollalarm ausgelöst, so dass am Ende rund 100 Kräfte im Einsatz waren, darunter auch Einheiten des Feuerschutztechnischen Zentrums in Stockheim und der Messzug der Feuerwehr Kreuzau.

 Hunderte Meter hoch stand die Rauchsäule über dem Brandort, die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen.
Hunderte Meter hoch stand die Rauchsäule über dem Brandort, die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Foto: MHA/Jörg Abels

Vier Menschen waren laut Polizei beim Brandbeginn in der Werkstatt. Verletzt wurde niemand. Während der gut anderthalbstündigen Löscharbeiten musste der Inhaber mit Tränen in den Augen mit ansehen, wie sein Lebenswerk in dicken Rauchschwaden verschwand.

Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, den Bereich weiträumig zu meiden und Türen sowie Fenster zu schließen, Klima- und Lüftungsanlagen sollen ausgeschaltet werden. Dies erfolgte vorsichtshalber auch in einem benachbarten Seniorenheim sowie im nur rund 150 Meter entfernten Krankenhaus an der Roonstraße. Wie ein Sprecher betonte, bestand erst einmal kein Grund, Patienten zu evakuieren. „Auch wir haben alle Fenster und Türen geschlossen und die Klimaanlage weitgehend abgestellt“, erklärte Christoph Lammertz. Einzig für die laufenden Operationen wurde in den Operationssälen die Lüftung aufrechterhalten.“

 Die Straßen ringsum, wie hier die Schoellerstraße, und der Kreisverkehr am Friedrich-Ebert-Platz waren abgeriegelt.
Die Straßen ringsum, wie hier die Schoellerstraße, und der Kreisverkehr am Friedrich-Ebert-Platz waren abgeriegelt. Foto: MHA/Verena Müller

Die Bevölkerung wurde auch über die Warn-App Nina auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Um 11.45 Uhr kam dann die endgültige Entwarnung, auch per Warn-App. Der Brand war weitgehend gelöscht. Kurze Zeit später hob die Polizei die Straßensperrungen wieder auf. Zur Brandursache liegen am Dienstag noch keine Erkenntnisse vor. Gleiches gilt für die Höhe des entstandenen Schadens. Die Polizei hat den Brandort beschlanahmt und Ermittlungen aufgenommen.