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Sperrung: L160 Kalltal bei Rollesbroich und Raffelsbrand

Kürzeste Strecke zwischen Simmerath und Düren : Straße durchs Kalltal sackt ab: Langfristige Sperrung steht bevor

Die kurvige Taldurchfahrt in der Eifel sackt ab. Jetzt wird sie von Grund auf gesichert und saniert – und für zwei Jahre komplett gesperrt.

Die Straße durch das Kalltal, die kürzeste Verbindung zwischen Simmerath und dem Dürener Land, ist sanierungsbedürftig. Das sehen selbst Laien der Strecke an. Die L160 zwischen Rollesbroich und Raffelsbrand liegt im Hang – und der sackt langsam, aber stetig ab.

Jetzt soll der Hang mit Bohrungen gesichert und die Straße ausgebaut werden. Voraussichtlich zwei Jahre werden diese Arbeiten laut ersten Schätzungen des Landesbetriebs Straßen.NRW dauern – und für diese Zeit muss das Kalltal komplett gesperrt werden. Kostenpunkt für das Projekt laut Landesbetrieb nach aktuellen Schätzungen: zehn Millionen Euro.

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Exakt ist der Baubeginn bei Straßen.NRW noch nicht terminiert, man geht aber auf Nachfrage davon aus, dass der Start frühestens im Mai liegt. Von der Sperrung sind viele Berufspendler betroffen, die zwischen der Eifel und Düren unterwegs sind. Sie müssen künftig die Umleitung über Jägerhaus fahren oder über Nideggen.

Laut Straßen.NRW muss die Hangsicherung entlang der Landesstraße L160 durchgeführt werden, damit der Hang und die Straße nicht weiter absacken können. „Durch die Topografie bedingt bewegen sich das Gelände der Straße und der Hang und dem müssen wir entgegenwirken, damit die Straße auch künftig noch befahren werden kann. Ansonsten könnte es passieren, dass die Straße in ein paar Jahren komplett einbricht und wegsackt“, teilt Sprecher Torsten Gaber auf Nachfrage mit.

Wegen der umfangreichen Hangsicherungsarbeiten und dem Vollausbau der Strecke sei eine nur halbseitige Sperrung nicht möglich.

Die gesamte Fahrbahn werde im Vollausbau erneuert, das heißt, es wird nicht nur die obere Deckschicht abgefräst und erneuert, sondern auch die darunter liegenden Fahrbahn- und Erdschichten. Die Brücke über die Kall muss nach Angaben des Landesbetriebes weder erneuert noch saniert werden. Auch der Querschnitt ändere sich nicht: Die Straße bleibe so breit, wie sie ist.

„Ob es schneller geht oder länger dauert, lässt sich erst im Laufe der Bauarbeiten sagen“, teilt Gaber zur Bauzeit mit. „Gerade harte, kalte Winterzyklen sind im Straßenbau ein Verzögerungsfaktor, wenn der Boden gefroren ist oder es zu kalt für Asphaltarbeiten ist.“

Die möglichen Auswirkungen auf Wanderwege sind derzeit noch nicht genau abzusehen, der beliebte Parkplatz im Kalltal wird nicht erreichbar sein.