Puppentheater im Kloster-Kultur-Keller

Kinder im Olchi-Fieber : „Die Olchis und der Schmuddelhund“

Viele Kinder sind im Olchi-Fieber. Sie konnten am Wochenende „Die Olchis und der Schmuddelhund“ im Kloster-Kultur-Keller erleben und sich von den ulkigen grünen Gestalten aus Schmuddelfing begeistern lassen.

Im Nu war die erste Vorstellung am Sonntag um 15 Uhr ausverkauft; so freute sich das Team der „Koblenzer Puppenspiele“, um 17 Uhr eine weitere Aufführung ansetzen zu können. Und wieder füllte sich der Kloster-Kultur-Keller mit kleinen Olchi-Fans und ihren Eltern. Bruder Wolfgang begrüßte die erwartungsfrohe Schar und versprach einen „wunderbaren Theaternachmittag“.

Bereitwillig gingen die Kinder auf Fragen ein, als Björn Christian Küpper ihr Olchi-Fachwissen testete: Olchis wohnen auf der Müllkippe, haben drei Hörhörner, eine Knubbelnase, drahtiges Haar und scharfe Zähne.

Dann verschwand der Spieler hinter der Bühne, und los ging das lustige Theater mit viel Action, lustigen Dialogen und herrlichem Quatsch. Die grünen Fantasiegestalten sangen das Olchi-Lied „Matsch-Dreck-Mief“, backten Matschknödel und wetteiferten um den Pups-Pokal. Da lachten sich die Kinder kaputt. Mit voller Aufmerksamkeit und strahlenden Augen verfolgten sie das turbulente Geschehen und hatten ihren Spaß. Sie hörten gut zu und amüsierten sich über Versprecher wie „Kratten und Röten“.

Die Kenner unter ihnen wissen, dass Olchis schmuddelige und eklige Sachen lieben. So brauchte Olchi-Baby beispielsweise einen Fischgrätenschnuller, die Ratte „Fratzi“ trank aus der Kloschüssel, und Opa forderte die Kinder auf, alles „schön schmuddelig und schmutzig zu machen“.

Ein Hund tauchte auf, er war anfangs ganz weiß; da musste er ein Bad in der Schlammwanne nehmen. Als sein Besitzer, ein „Ohrenmann“ ihn bei den Olchis fand, mit denen er Freundschaft geschlossen hatte, wurde verabredet, dass sie sich jeden Donnerstag auf der Müllkippe treffen, und alle waren zufrieden.

Es gab viel Applaus, und die Kinder wollten die Puppen aus der Nähe betrachten und streicheln, ehe sie nach Hause gingen. Das junge Ensemble der Koblenzer Puppenspiele (alle um die 30) besteht aus Björn Christian Küpper, Sebastian Moschek und Sarah Friese. Sie sind äußerst geschickte „Strippenzieher“ und dazu und fantasievolle Bühnenbauer. Und offensichtlich auch Olchi-Fans. Auf die Frage, wie sie das turbulente Spiel mit Puppen an vielen Fäden, die Musik und eine rasante Choreografie meistern, antwortete Björn Christian Küpper verschmitzt: „Wir sind eingeolcht.“

(ale)
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