Dürener Motorsport-Club: Bergprüfung für historische Autos

Motorsport-Club : Panoramastraße wird zu rollendem Museum

Nicht Tempo war Trumpf, sondern Gleichmäßigkeit und fahrerisches Können. Der Dürener Motorsport-Club (DMC) hat am Wochenende auf der Panoramastraße, die von Vossenack durchs Kalltal nach Schmidt führt, zum neunten Mal eine Bergprüfung für historische Autos organisiert.

In Anlehnung an die legendären Bergrennen vergangener Zeiten galt es im Jahr 2019 aber, eine exakt 2750 Meter lange Strecke auf die Hundertstelsekunde genau in einer vorgegebenen Zeit zu bewältigten. Die maximale Geschwindigkeit war dabei auf 80 Stundenkilometer begrenzt.

Die Panoramastraße wurde von Freitag bis Sonntagabend für den regulären Verkehr gesperrt und mit Streckenposten versehen. Während der Trainingsläufe am Samstag legten die 60 Teilnehmer ihre Zeitvorgaben selbst fest. Die Kunst war es, diese Vorgaben dann in drei Wertungsläufen am Sonntag auch zu erfüllen – jede Hundertstelsekunde zu schnell oder zu langsam führte zu Punktabzügen.

Ein kaum zu kalkulierender Faktor war zudem das Wetter: Während es am Samstag noch weitgehend trocken blieb, öffnete der Himmel am Sonntag seine Pforten. „Wir haben allen Fahrern ermöglicht, 10 oder 20 Sekunden auf ihre Zeitvorgabe zu addieren“, erklärte Nicky Bronsch, Geschäftsführer des DMC. Bis zum Schluss blieb offen, ob die Rechnung jeweils aufging.

Regen? Auch die Teilnehmer in offenen Fahrzeugen nahmen das Wetter gelassen. Man muss sich nur zu helfen wissen. Foto: Stephan Johnen

Die Bergprüfung ist Teil des ADAC Retro Berg-Cups und hat Fahrer aus ganz Deutschland ins Kalltal gelockt. Im DMC-Zelt am Streckenrand auf dem Wanderparkplatz wurde von Freitagabend bis Sonntag nicht nur gefachsimpelt, sondern auch gefeiert. Für Zuschauer gab es Shuttlebusse von Vossenack ins Fahrerlager und zur Panoramakurve, von der aus sich das Geschehen besonders gut verfolgen ließ.

Auto-Enthusiasten konnten sich über ein gut gefülltes Starterfeld der Automobilgeschichte freuen – von Vorkriegsmodellen wie einem Riley 12/4 TT über diverse Porsche bis hin zu Fahrzeugen aus den frühen 90er Jahren.

Ältestes Fahrzeug war ein Lagonda M 45 Tourer aus dem Jahr 1933, mit dem Ehrenmitglied Eberhard Hess die Farben des DMC vertrat. Die stärkste Power brachte ein Ford Capri (Baujahr 1981) mit 600 PS an den Start.

Die stark erhöhte Luftfeuchtigkeit nahmen auch Starter mit offenen Wagen gelassen hin - sie spannten bis kurz vor Start einen Regenschirm auf.

Die Ergebnisse der Bergprüfung: www.dmc-motorsport.de

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