Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Vossenack gefunden

Panoramastraße zeitweise gesperrt : Fliegerbombe in Vossenack entschärft

In Vossenack ist am Donnerstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Dafür musste ein Gebiet mit 50 Häusern evakuiert werden. Auch die Panoramastraße, die Landesstraße L218, wurde gut eine Stunde lang gesperrt.

Bei Untersuchungen waren Experten des Kampfmittelräumdienstes am Mittwoch auf den Sprengkörper gestoßen. Er lag in einem Feld in etwa 1,50 Metern Tiefe, knapp 100 Meter nördlich der Landestraße, die in diesem Abschnitt „Im Unterdorf“ heißt.

Es handelte sich nach Angaben von Stefan Grießhaber vom Ordnungsamt der Gemeinde Hürtgenwald um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit Zündern an Vorder- und Rückseite. Ein Landwirt hatte zuvor beim Pflügen mehrmals Metallsplitter im Erdreich gefunden und die Räumexperten gebeten, das Feld zu untersuchen.

Die Gemeinde, die Feuerwehr und die Polizei ließen am Donnerstag ein Gebiet von etwa 300 Meter rund um die Fundstelle evakuieren, etwa 50 Gebäude waren betroffen. Die Bewohner wurden per Lautsprecherdurchsage und persönliche Ansprache durch Einsatzkräfte gebeten, ihre Häuser zu verlassen. Sie konnten sich während der Entschärfung im Feuerwehrgerätehaus Vossenack aufhalten.

Die Landesstraße zwischen Vossenack und Schmidt, in diesem Abschnitt unter dem Namen Panoramastraße bekannt, wurde gesperrt.

Gegen 13 Uhr begann die Entschärfung der Fliegerbombe, die Arbeiten des Sprengmittelräumdienstes verzögerten sich jedoch. Gegen 14 Uhr kam dann die Entwarnung: Der Sprengkörper war unschädlich gemacht worden und wurde abtransportiert. Die Straße wurde wieder für den Verkehr freigegeben.

Das Gebiet um Hürtgenwald war zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren ein Ort schwerer Gefechte zwischen deutschen und alliierten Truppen. Dort werden immer wieder explosive Überbleibsel der Kampfhandlungen gefunden.

(pan/heck)