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Waldbrand nach Lagerfeuer: Aufwendige Löscharbeiten von der Talsperre aus

Waldbrand nach Lagerfeuer : Aufwendige Löscharbeiten von der Talsperre aus

Ein Lagerfeuer hat einen Waldbrand ausgelöst, der nur von der Wehebachtalsperre aus gelöscht werden konnte.

„Aus gegebenem Anlass möchten wir noch mal darauf hinweisen, dass Feuer im Wald nichts zu suchen hat“, teilt die Freiwillige Feuerwehr Hürtgenwald mit. Anlass ist ein ziemlich aufwendiger Einsatz am vergangenen Wochenende. Die Brandursache war laut Wehr mit großer Wahrscheinlichkeit ein Lagerfeuer.

Wanderer hatten die Leitstelle des Kreises Düren gegen 17.45 Uhr am Freitagabend über eine Rauchentwicklung im Hürtgenwald in der Nähe der Wehebachtalsperre informiert.

Nach einer umfangreichen Erkundung mit dem Revierförster (aufgrund fehlender Wege größtenteils zu Fuß) wurde die Einsatzstelle nach etwa 45 Minuten direkt am Stausee in der Nähe des Leybergs ausfindig gemacht. Es brannte Unterholz auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern, teilt die Feuerwehr mit. Das Feuer hatte ebenfalls auf eine massive Eiche übergegriffen, die im Inneren brannte.

„Die Einsatzstelle war für Löschfahrzeuge nicht annähernd erreichbar. Durch das sehr steile Gelände war auch eine Erreichbarkeit zu Fuß umständlich und gefährlich. Daher wurde von der Einsatzleitung entschieden, den Löschangriff von der Wasserseite aus zu organisieren“, erklärt Daniel Macherey von der Wehr. Dies hatte zugleich den Vorteil, dass Zeit, Material und Personal gespart werden konnten. Vom THW-Ortsverband Hürtgenwald wurde daraufhin ein Boot angefordert.

Mit dem Mehrzweckarbeitsboot konnten dann eine Tragkraftspritze (mobile Feuerlöschpumpe), Schlauchmaterial, Löschrucksäcke, eine Kettensäge und weitere Einsatzkräfte von einer geeigneten Anlegestelle (ehemalige Schevenhüttener Straße) zur Einsatzstelle gebracht werden. Eine weitere Brandausbreitung wurde so verhindert.

Ein ausgebildeter Forstwirt aus den Reihen der Feuerwehr fällte die brennende Eiche in Abstimmung mit dem Revierförster. „Erst dadurch war es möglich, dass Feuer im Baum zu löschen. Nach den Löschmaßnahmen wurden die Brandstellen mehrmals mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Einzelne Glutnester wurden nochmals abgelöscht“, erklärt Macherey. Mit Akku-Scheinwerfern wurde die Einsatzstelle im weiteren Verlauf des Abends ausgeleuchtet. Gegen 23 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

(red)