Hürtgenwald: Hürtgenwald: Neuer Versuch für Windanlagen-Projekt im Februar

Hürtgenwald: Hürtgenwald: Neuer Versuch für Windanlagen-Projekt im Februar

Der Versuch in Hürtgenwald, mit Bürgerenergiegesellschaften bei der zweiten Ausschreibung für Windenergie an Land einen Zuschlag zu bekommen, ist gescheitert. Das geht aus den Ergebnissen der Bundesnetzagentur hervor, Hürtgenwald ist mit den avisierten fünf Anlagen für den Bereich Peterberg nicht vertreten.

Die Bundesnetzagentur hat eine Kapazität von 1000 Megawatt ausgeschrieben; es gingen 281 Gebote für knapp 3000 Megawatt ein. 67 Gebote erhielten den Zuschlag — 60 davon kam von Bürgerenergiegesellschaften, größtenteils aus Ostdeutschland.

Die Gemeinde und die Dürener REA-Firmengruppe versuchen nun, mit einem nächsten Versuch ab Februar 2018 erfolgreicher zu sein, dann ändern sich nämlich die Statuten. Bisher war es in den ersten beiden Ausschreibungsverfahren so, dass geplante Bürger-Projekte ein Gebot abgeben konnten, ohne eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vorlegen zu müssen. Erst wenn ein Gebot den Zuschlag erhält, wird eine Prüfung vorgenommen — ob eine Genehmigung jedoch erteilt wird, ist fraglich.

Ab dem kommenden Jahr werden nur Gebote zugelassen, die die nötigen Genehmigungen bereits haben — für Hürtgenwald sollen die bis zum Spätherbst erfolgen. „Dann haben wir bessere Chancen auf einen Zuschlag, weil das Projekt dann realistischer ist. Bis jezt konnte sich jeder mit Fantasie-Vorhaben bewerben“, sagen unisono Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch (CDU) und Hans-Willi Schruff, Geschäftsführer der REA-Firmengruppe.

Die Gemeinde Hürtgenwald mit der Gemeinde Entwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft (GED) und die REA sind mit jeweils 50 Prozent an der Innovativen Energieanlagen Hürtgenwald (IEH) GmbH beteiligt. Die IEH kümmert sich unter anderem um die Projektentwicklung und den Bau der Anlagen; der Gemeinderat muss jedoch vorher noch alles absegnen. Die Rechte und die Anlagen verkauft die IEH wiederum an die Genossenschaft Bürgerenergie Hürtgenwald, die letztlich als Betreiberin und Risikoträgerin auftritt. Für jede Windkraftanlage wird eine eigene GmbH gegründet, an der sich Privatpersonen beteiligen können.

Am Mittwoch, 30. August, 10 Uhr, findet im Rathaus in Kleinhau ein öffentlicher Erörterungstermin über die eingereichten Einwende aus der Bevölkerung gegen das Bauprojekt statt.

(cro)