Düren: Holocaust-Gedenken: Junges Theater Düren erinnert mit neuer Inszenierung

Düren: Holocaust-Gedenken: Junges Theater Düren erinnert mit neuer Inszenierung

Acht Jungen und Mädchen zwischen elf und 15 Jahren gehören zur Nachwuchsgruppe des „Jungen Theaters Düren“. Seit Mai proben sie an dem Stück „Doch einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehen“ von Lilly Axter. Das Stück handelt von Kindern und Jugendlichen, die im Konzentrationslager gefangen waren.

Ein bisschen aufgeregt sind Lena Buchbinder, Ariella Bringmann, Lara Effertz, Karla Becker, Paulina Büttgen, Celina Läbe sowie Markus und Monika Pierchalle schon. Denn am Freitag, 25. November, 19 Uhr, ist Premiere in der „Fabrik für Kultur und Stadtteil — Becker und Funck“ in Düren, Friedensstraße 2b. Weitere Aufführungen gibt es am Samstag, 26. November (ebenfalls 19 Uhr) und am Montag, 28. November (18 Uhr). Die Nachwuchsgruppe des Jungen Theaters Düren besteht seit Herbst 2015.

In kurzen Szenen erinnert „Doch einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehen“ an das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher in Konzentrationslagern und Ghettos und beschreibt in unterschiedlichen Situationen den Alltag und die Schrecken des Lagerlebens. Lilly Axter vermittelt das Bild einer Zeit, die wegen ihrer unvorstellbaren Grausamkeit nie vergessen werden darf und zeigt ganz unsentimental aber berührend, wie die betroffenen Kinder mit ihr umgegangen sind. „Anfangs“, erzählt Ursula Keppler, die das „Junge Theater Düren“ leitet, „haben die Kinder sich mit dem Thema schon etwas schwer getan.

Über die emotionale Schiene haben sie allerdings sehr schnell einen Zugang gefunden. Wir haben uns während der Probenzeit auch mit dem Nationalsozialismus in Deutschland auseinandergesetzt.“ Marija Bardenberg hat die Tanzchoreografien mit den jungen Schauspielern einstudiert, Gregor Beller ist für die Technik verantwortlich.

Die Eintrittskarten für „Doch einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehen“ kosten fünf und acht Euro. Tickets gibt es im „iPunkt“ in Düren, Markt 6, Telefon 02421/252525.

Parallel zu der Nachwuchsgruppe arbeitet Ursula Keppler derzeit auch mit einer zweiten Gruppe des „Jungen Theaters Düren“. Die Jugendlichen studieren „Andorra“ von Max Frisch ein. Die Aufführung soll im März im Rahmen der Kulturtage auf Schloss Burgau stattfinden.

(kin)