Düren: Hoesch-Museum: Eröffnung trotz feuchter Wände?

Düren: Hoesch-Museum: Eröffnung trotz feuchter Wände?

Im Leopold-Hoesch-Museum laufen derzeit die Luftentfeuchter bei Tag und Nacht. In beide Lichthöfe des Museumsanbaus dringt Feuchtigkeit ein, und auch die Verglasung des Altbau-Dachs ist noch nicht abgeschlossen.

„Ende Oktober werden dort die letzten Scheiben eingepasst”, teilte Helmut Harperscheidt, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Düren, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Dieser Zeitablauf sei durchaus geplant gewesen - es gab jedoch undichte Stellen im Notdach.

Nicht geplant hingegen waren Fehler bei den Scheiben für die Lichthöfe. Die betroffenen Scheiben, eine Spezialanfertigung, würden derzeit neu produziert. „Wir arbeiten mit Macht an der Fertigstellung des Museums”, sagte Harperscheidt.

Feier noch vor Weihnachten

Das Datum der Fertigstellung des Gebäudes sei jedoch nicht automatisch das Datum der Eröffnung. Diese war zunächst Anfang November geplant, wird sich aber nun verschieben.

Museumsdirektoren Dr. Dorothea Eimert jedenfalls rechnet mit dem Wochenende vom 17. bis 19. Dezember. „Es gibt dann auf jeden Fall ein Fest”, unterstrich sie. „Das Gebäude ist dann fertig und betretbar”, sagte Helmut Harperscheidt. „Das Klima im Gebäude jedoch hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht den Idealzustand erreicht.”

Aus seiner Sicht als Techniker sei es nicht möglich, alle Kunstwerke zu diesem Zeitpunkt Mitte Dezember im Museum zur Schau zu stellen.

Die Klimatechnik habe ihren ersten Einsatz noch vor sich, sagte Harperscheidt. Er plädiert dafür, die Räume erst mit Kunstschätzen zu füllen, wenn die Feuchtigkeit aus dem Gebäude gezogen ist und sich das Klima stabilisiert hat.

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