Polizei kommt: Streit zwischen Mieter und Vermieter in Heimbach

Von Freundin unterstützt : Mieter geht auf Vermieter und Polizisten los

Ein Streit zwischen einem Vermieter und seinem jungen Mieter in Heimbach geriet am Dienstag so außer Kontrolle, dass die Polizei kam. Am Ende waren drei Verletzte zu verzeichnen – und zwei Menschen saßen hinter Gittern.

Das Geschehen nahm seinen Anfang gegen 17.45 Uhr. Zwecks Schlüsselübergabe erschien der Vermieter, ein 59-Jähriger aus der Städteregion Aachen, an seiner Wohnung. Dort war gerade der 24-jährige Mieter dabei, die Wohnung zu räumen. Über diesen Umstand gerieten die Parteien in Streit.

Nach Angaben des Vermieters schlug ihm der Mieter zunächst die Tür vor den Kopf, anschließend habe er ihn geschlagen und getreten. Der 59-Jährige flüchtete sich leicht verletzt in sein Auto und rief die Polizei.

Gegenüber den Beamten räumte der 24-Jährige die Vorwürfe grundsätzlich ein. Während der Befragung mischte sich eine Begleiterin des jungen Mannes permanent lautstark ein, unterbrach das Gespräch und beleidigte die Beamten. Dies filmte sie mit ihrem Handy, das sie einem der Polizisten unmittelbar vor das Gesicht hielt. Der drückte das Telefon herunter.

Die Frau, eine 25-jährige aus Nideggen, schlug dem Beamten daraufhin mit der Faust ins Gesicht. „Der 24-Jährige nahm dies wohl zum Anlass, ebenfalls gewalttätig zu werden“, heißt es im Polizeibericht. Er schlug ebenfalls ohne Vorwarnung in Richtung einer Beamtin, die ausweichen konnte.

Beide Personen wurden zu Boden gebracht. Unterstützung erhielten die Beamten von einem zufällig anwesenden Polizeibeamten. Während sich der junge Mann langsam beruhigte, nachdem er gefesselt war, war seine Begleiterin weiterhin hochgradig aggressiv und gewaltbereit. Es gelang ihr, einem Beamten Bisswunden zuzufügen. Ihre Schimpftiraden setzte sie fort.

Beide landeten in Gewahrsam. Da der 24-Jährige positiv auf Drogen getestet wurde, wurde ihm nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Blutprobe entnommen. Das Mobiltelefon der 25-Jährigen wurde sichergestellt.

Beide erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Die Frau muss sich zudem wegen Beleidigung verantworten.

(red/pol)