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Windräder in Wollersheim: Heimbach beanstandet die Schallprognose

Windräder in Wollersheim : Heimbach beanstandet die Schallprognose

Zwei in Nideggen-Wollersheim geplante Windkraftanlagen beschäftigen die Stadt Heimbach. Sie will die Schallprognose beanstanden.

Bei Wollersheim – also auf Nideggener Stadtgebiet – ist der Bau von zwei Windkraftanlagen geplant. Vor einem guten Monat wurde die Stadt Heimbach als Nachbar in das Verfahren eingebunden und um Stellungnahme gebeten. Sie will gegenüber dem Kreis Düren als Genehmigungsbehörde die Schallprognose beanstanden.

Dafür gab die Heimbacher Stadtvertretung auf ihrer jüngsten Sitzung der Verwaltung einmütig ihre Zustimmung. Wenn weniger als drei „Windspargel“ errichtet werden, sei laut Bürgermeister Jochen Weiler (CDU) keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. „Das Schallschutzgutachten überzeugt nicht“, heißt es in der Vorlage der Heimbacher Verwaltung, die wenigstens Aufklärung hierüber erwartet. Und zwar hegt man in Heimbach Zweifel an den von Energiekontor Aachen vorhergesagten Schallwerten, die nicht plausibel seien.

Ansonsten gibt es von Heimbacher Seite keine Einwände, denn die Abstände der geplanten Windräder zum Ortsteil Vlatten seien ausreichend groß und ließen keinen „Schattenwurf auf Wohnbebauung“ erkennen. Die aus Heimbacher Sicht offenen Schallfragen aber sollen geklärt werden, sagte Weiler in der Sitzung, der hierzu auch anwaltlichen Rat eingeholt hat.

Die Stadtvertretung traf auch Entscheidungen über zwei Gebührensätze, die im neuen Jahr gelten sollen. Das war in einem Fall vollkommen unproblematisch, weil die Abgaben für die Abfallentsorgung unverändert bleiben. Bei Straßenreinigung/Winterdient wird es nach dem Ratsbeschluss eine Erhöhung geben: von 1,10 auf 1,35 Euro je Frontmeter. Zuvor war diese Gebühr seit 2015 nicht mehr verändert worden.

(vpu)