Heimbach: Heimbach will Grundsteuer B auf 700 Punkte anheben

Heimbach: Heimbach will Grundsteuer B auf 700 Punkte anheben

Mit einem Fehlbedarf von etwa 1,5 Millionen Euro schließt der Haushaltsentwurf 2018 der Heimbacher Stadtverwaltung ab.

Und deshalb lasse sich nicht vermeiden, wie der parteilose Bürgermeister Peter Cremer bei der Einbringung des Zahlenwerkes sagte, „weiter an der Steuerschraube zu drehen, um die Erträge zu steigern“. Außerdem müssten die Mittel für die Unterhaltung der Infrastruktur gekürzt werden.

Peter Cremer führte in der jüngsten Ratssitzung weiter aus, der Kämmerei sei es gelungen, den für das Jahr 2023 notwendigen Haushaltsausgleich über die Eigenkapitalverzinsung des Abwasserwerkes und über den Erlös aus der Beteiligung an der Energie Rur-Erft darzustellen: „Wir können so den vollständigen Verzehr des Eigenkapitals und damit die Überschuldung vermeiden.“

Heimbachs Bürger müssen wie die vieler anderer Kommunen im kommenden Jahr teilweise mit höheren Hebesätzen leben. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B sollen auf 700 Prozentpunkte klettern. Im Jahr 2017 lag der Satz für die Grundsteuer A noch bei 470 Prozentpunkten, der Hebesatz der Grundsteuer B bei 630 Prozentpunkten. Heimbach rechnet mit Mehreinnahmen bei den beiden Grundsteuern von rund 137.000 Euro. Die Gewerbesteuer wird bis zum Jahr 2020 nicht erhöht. 2021 soll sie statt 550 dann 570 Prozentpunkte betragen, 2022 600 und 2023 630 Prozentpunkte

Die beiden Grundsteuern sollen bis zum Jahr 2020 stabil bleiben. Im Jahr 2021 sollen sie auf 800 Prozentpunkte erhöht werden, in den Jahren 2022 und 2023 sollen sie 850 Prozentpunkte betragen.

Drei Millionen investieren

Der Stadt stehen, wie Bürgermeister Cremer erklärte, der mit Kämmereileiter Markus Stoff den Ratsvertretern den Entwurf erläuterte, 2018 rund drei Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Der überwiegende Teil wird in die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes für die Kernstadt fließen. Über 500.000 Euro will die Stadt aber auch in ihre Freiwillige Feuerwehr investieren. So soll in Blens ein Neu- oder Anbau für die Löschgruppe entstehen. Und über 1,2 Millionen Euro will die Stadtverwaltung in das Projekt „Gute Schule 2020“ stecken.

Die Stadtvertretung, so sieht es die Verwaltung vor, soll Mitte Februar den Haushalt verabschieden. Zuvor will Bürgermeister Cremer aber noch die Einwohner auf einer Versammlung über den Entwurf informieren.

(sis)