Düren: Heavy-Sound-Festival in der Endart: Gelungener Neuanfang

Düren: Heavy-Sound-Festival in der Endart: Gelungener Neuanfang

Turbulente Szenen spielten sich vor der Bühne der Endart ab. Soeben hatte die Dürener Metal-Band „Koroded” zu ihren Instrumenten gegriffen. Haare wirbelten durch die Luft, Arme wippten im Takt der Musik, lautstark sangen rund 300 Kehlen mit. Es wurde getanzt, gesprungen, gefeiert.

„Wir wollen, dass die Gäste richtig feiern”, sagte Torsten Streit. „Bei uns steht die Rockmusik im Vordergrund, die Gäste im Mittelpunkt”, gab er als Motto aus. Streit ist einer der Organisatoren des Heavy-Sound-Festivals. Laut, stimmungsvoll und auch ein wenig schrill - so läuft das Festival: Donnernde Bässe, Fans mit langen Haaren und Rockerkutten, schrille Gitarren, aber auch leisere Töne.

Als Opener hatte die Band „Psylencer” das Eis gebrochen. Was danach folgte, ist ungewöhnlich: Gleich zwei Hauptbands, traten beim Heavy Sound Festival auf. Zuerst stürmte „Koroded” mit Vollgas die Bühne, der zweite Hauptact, „Mytallica”, stand dem in nichts nach. Und auch bei der Aftershow wurde in der Endart live gespielt: „Rob und Flo” spielten unplugged auf Akustikgitarren.

Begonnen hat die Geschichte des Heavy-Sound-Festivals in einem Garten in Merode. „Damals waren 80 Leute zu Gast”, erinnerte sich Streit. Im Jahr zuvor hatten 14 Bekannte ein AC/DC-Open-Air-Konzert am Hockenheimring besucht, die Gruppe wollte die Atmosphäre ein Jahr später erneut aufleben lassen. Nach drei Jahren „Gartenfestival” musste Größeres her: Fortan wurde auf einer Wiese in Gey gefeiert. 2008 kamen fast 500 Leute zum Heavy-Sound-Festival. Doch dann kam das Aus: Durch den Bau der Geyer Umgehungsstraße musste das Festival weichen.

In der Endart haben die Organisatoren viele Erinnerungsstücke aufgehängt. Auch den Wettbewerb „Die Nacht der starken Arme”, bei dem der Stärkste im Armdrücken ermittelt wird, haben sie aufleben lassen. „Wir wollten im übertragenen Sinne eine Wiese in die Endart bringen”, kommentierte Streit. Erinnerungsstücke, ein Zelt mit zugehöriger Garnitur machten es möglich. „Die Zusammenarbeit mit der Endart passt wirklich sehr gut”, lobte er. „Eine Fortsetzung ist keineswegs ausgeschlossen.”

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