1. Lokales
  2. Düren

Aachen/Düren: Hausmeister soll Mieterin vergewaltigt haben: Verteidigung fordert Freispruch

Aachen/Düren : Hausmeister soll Mieterin vergewaltigt haben: Verteidigung fordert Freispruch

Vor rund zwei Jahren, am 8. August 2016, soll Hausmeister Werner S. (71) aus Merzenich eine Mieterin gegen Mittag in ihrer Wohnung vergewaltigt haben, S. ist deswegen vor der 9. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht angeklagt, er bestreitet die Tat.

Am Donnerstag schloss die Strafkammer unter Vorsitz von Richterin Judith Höpke die Beweisaufnahme. Zuvor hatte eine psychiatrische Gutachterin die Aussagen des 51-jährigen Opfers als glaubhaft und schlüssig bestätigt.

Das Gutachten war auch deswegen nötig geworden, weil die Geschädigte nach eigenen Aussagen psychisch labil ist und ihr Gesundheitszustand immer wieder der Behandlung bedürfe, hatte sie vor der Kammer angegeben.

Doch in dieser Sache, das bestätigt die Gutachterin, habe das Opfer konstant und schlüssig die Tat beschrieben und dabei genau kenntlich gemacht, was sie erlebt habe. Beim Renovieren ihrer neuen Wohnung in dem Mietshaus — hier wollte sie einziehen, weil ihr damaliger Lebensgefährte bereits dort wohnte — habe der dortige Hausmeister Hilfe angeboten, sie nahm das an.

Doch plötzlich an diesem Morgen sei der Hausmeister übergriffig geworden, habe sie ins Bad gezerrt und ihr an die Brust gefasst und sie zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Sie habe sich gewehrt, was den Mann aber nicht interessiert habe, erst später ließ er von ihr ab, nachdem sie eindringlich „Aufhören, Aufhören!“ gerufen hatte.

Der Staatsanwalt beantragte am Donnerstag für die Vergewaltigung der 51-Jährigen eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Der Verteidiger des Angeklagten, Anwalt Achim Krop, bewertete die Anschuldigung als aus der Luft gegriffen, die Aussagen des Opfers seien widersprüchlich, er forderte einen Freispruch für seinen Mandanten.

Das Urteil wird am Donnerstag, 6. September, ab 9 Uhr gesprochen.