Gürzenich: „Haus für Gürzenich“: Die Umbauarbeiten schreiten voran

Gürzenich: „Haus für Gürzenich“: Die Umbauarbeiten schreiten voran

Die anfängliche Skepsis ist einem Wir-Gefühl gewichen. „Es gab Befürchtungen, dass die Eigenständigkeit der Vereine verloren geht“, blickt Frank Hüttner vom Turnverein auf die Anfänge des Projektes „Haus für Gürzenich“ zurück.

„Wir mussten Überzeugungsarbeit leisten“, sagt auch Hans-Peter Iven von der KG „Jüzzinije Plüme“. Die Idee, dass sich ein Zusammenschluss von Vereinen um das alte GFC-Clubheim kümmert, habe aber breite Unterstützung erfahren. „Wir sind schon weiter, als wir zur Gründung im Juni geträumt hätten“, bilanziert Hans-Peter Iven als Vorsitzender des neuen Vereins „Haus für Gürzenich“. Der Zusammenhalt habe sich verstärkt, die Zusammenarbeit aller Vereine sei sehr gut.

Das „Haus für Gürzenich“ ist wieder erkennbar, nachdem die Helfer das Gelände gerodet haben. 250 Kubikmeter Grünschnitt kamen zusammen. Foto: Stephan Johnen

Die Fortschritte, die auf der Baustelle gemacht worden sind, seien beachtlich, sprechen Frank Hüttner, Hans-Peter Iven, Rolf Lichter, Winni Schmitz, und Gerd Diettrich im Namen des Vorstands allen Unterstützern, Helfern und Sponsoren Dank aus. Umkleiden wurden zu Toilettenanlagen umgebaut, der Saal wurde vergrößert. Etwa 35.000 Euro wurden verbaut. Im Vorfeld hatte der Verein Bürger und Firmen um Unterstützung gebeten — und die Hilfe kam auch, in Form von Spenden und konkreter Hilfe beim Umbau. Auch zwei Kreditinstitute spendeten. Zuvor hatten Ehrenamtler das Gelände rund um das alte Clubheim gerodet.

Das Konzept fürs Haus ist klar und einfach: Die Immobilie bleibt im Eigentum der Stadt, der Verein übernimmt jedoch die Energiekosten und kümmert sich um den Umbau. Die Stadt hat einen einmaligen Zuschuss zu den Baukosten und für die Anschaffung von Geräten zur Grünpflege gezahlt. Klare Bedingung ist, dass Nutzung und Vermietung der Räume die laufenden Kosten von etwa 300 bis 500 Euro im Monat decken müssen. „Die einzelnen Vereine, die sich am Trägerverein beteiligen, sind finanziell klar vom ‚Haus für Gürzenich‘ getrennt“, erklärt Iven.

Gründungsmitglieder sind die KG „Jüzzenije Plüme“, die AWO-Ortsgruppe, der Billardsportclub, der Bogenschützenverein Alpenbrüder St. Christina, der Turnverein, der GFC 09, die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft und die Taubenzüchter. Hinzugekommen sind der Heimatbund und die Maigesellschaft. „Mit der Feuerwehr und dem Tambour- und Fanfaren-Corps sind wir im Gespräch“, sagt Vorstandsmitglied Winni Schmitz. „Für uns zählt der Solidargedanke. Wenn sich alle Vereine beteiligen, können wir stark auftreten.“

Bedarf für Versammlungs- und Trainingsräume gebe es bei vielen Vereinen, bereits 30 private Anfragen mussten abgelehnt werden. Ende Januar soll die Homepage www.haus-fuer-guerzenich.de eingerichtet werden, über die künftig Buchungsanfragen gestellt werden können. Politische Veranstaltungen finden im „Haus für Gürzenich“ nicht statt.

Erste Bewährungsproben sind die Sitzungen der „Plüme“ am Samstag und am kommenden Mittwoch. Das Festzelt steht im Hof, das „Haus für Gürzenich“ wird die verlängerte Theke sein. Der „kleine“ Saal ist ab dann auch zu mieten. Bis Ende 2015 soll ein zweiter entstehen. Dort, wo derzeit Umkleiden sind. Bis zu 500 Gäste werden dann im Haus Platz finden. Die Kosten beziffert Winni Schmitz mit 75.000 Euro. Ideen zur Nutzung der Sportanlagen würden derzeit entwickelt.