Düren: Haus der Stadt feiert seinen 20. Geburtstag

Düren: Haus der Stadt feiert seinen 20. Geburtstag

Politisch unumstritten war Mitte der 80er Jahre, dass die Stadt einen Raum für Konzerte und Theateraufführungen braucht. Die Aula des Stiftischen Gymnasiums reichte als Veranstaltungsort nicht mehr aus.

Politisch umso strittiger waren jedoch der Standort und die vor allem die Kosten für dieses „Haus der Stadt”, die seinerzeit gewaltig explodiert waren.

Am 30. November feiert das Haus der Stadt seinen 20. Geburtstag. Umstritten ist das Haus kaum mehr. In dieser Hinsicht hat die Stadthalle eine Lücke gefüllt. Kritisch betrachtet wird aber noch immer der Standort. Wer aus der Innenstadt zum Veranstaltungsort will, muss unter der Bahnstrecke hindurch. „Die Anbindung an die Innenstadt wird eine der großen Aufgaben des neuen Baudezernenten sein”, sagt Bürgermeister Paul Larue. Aber auch wenn das Umfeld problematisch bleibe könnte man zufrieden auf zwei Jahrzehnte Haus der Stadt zurückblicken.

Und dieser Geburtstag soll nun gefeiert werden. Am Dienstag, 29. November, einen Tag vor dem eigentlichen Jubiläum wird es um 19 Uhr einen Festakt im Haus der Stadt geben. Im Anschluss, um 20 Uhr, zeigt „das Ensemble” auf der Bühne Hugo von Hofmannsthals Schauspiel „Jedermann - vom Leben und Sterben eines reichen Mannes”. Am eigentlichen Geburtstag, Mittwoch, 30. November, gibt es um 20 Uhr eine weitere Vorstellung von „Der Arbeitslose” geben.

Weiter gehen die Feierlichkeiten am Donnerstag, 1. Dezember. In der Stadtbücherei, die vor 20 Jahren in das Haus zog, präsentieren Pätz & Co. „Literatur mal anders” - nämlich mit Drehorgel, Gitarren und Liedern. Und das für Erwachsene um 20 Uhr. Am Freitag, 2. Dezember, können Kinder ab drei Jahren „Max und Moritz” als Kinderballett erleben. Um 20 Uhr spielt das Matthias Strucken Quartett „The Music of Milt Jackson” in der „Reihe Planet Jazz”.

Am Samstag, 3. Dezember, präsentieren sich im Haus der Stadt viele Vereine und der Kulturbetrieb. Ensembles der Musikschule musizieren auf der Bühne. Es gibt einen Bücherflohmarkt, Bastelangebote, Informationsstände, Ausstellungen und eine Tombola. Am Nachmittag wird es Führungen geben, bei denen die Gäste einen Einblick in die Aufbauarbeiten hat, die das Grenzlandtheater bei jedem Auftritt leisten muss. Die Musikschule stellt in ihren eigenen Räumen von 14 bis 18 Uhr Instrumente vor.

Am Abend des 3. Dezembers ist das Grenzlandtheater im Haus der Stadt mit Daniel Glattauers „Alle sieben Wellen” zu Gast. Am Sonntag, 4. Dezember, kommen die „Yellow Hands”, die bayerische Antwort auf die Blue-Man-Group, um 20 Uhr auf die Bühne. „Wir hätten uns ein solches Festprogramm nicht leisten können”, sagte Larue und bedankt sich damit bei Sparkassen-Vorstand Udo Zimmermann.

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