Rölsdorf: Großeinsatz: Schüler verschlucken Stinkbombenpulver

Rölsdorf: Großeinsatz: Schüler verschlucken Stinkbombenpulver

Für große Aufregung haben am Dienstagvormittag vier Schüler einer Grundschule in Rölsdorf gesorgt: Sie hatten die Komponente einer Stinkbombe verschluckt und über akute Beschwerden geklagt - mit Konsequenzen.

Gegen 10.30 Uhr mussten ein Großaufgebot des Rettungsdienstes und die Polizei die Gemeinschaftsgrundschule an der Monschauer Straße anfahren.

Die Dürener Schüler im Alter von acht, neun und zehn Jahren hatten ihren Angaben zufolge eine kleine Menge chemischer Bestandteile einer Stinkbombe verschluckt. Diese im Handel als „Fart Bomb“, also Stinkbomben, erhältlichen Scherzartikel hatten die Jungs offenbar mit in die Schule gebracht und in der Pause herum experimentiert.

Dabei hatten sie das Tütchen, in dem bei bestimmten Gebrauch chemische Inhaltsstoffe miteinander in Reaktion treten und einen Knall und Gestank auslösen sollen, wohl geöffnet. Anschließend bekamen oder nahmen sie eine pulvrige Komponente in den Mund - und klagten später über Übelkeit und Bauchschmerzen. Sie wurden notärtztlich versorgt.

Hinweise auf ein ernsthafte Gesundheitsgefahr ergaben sich vorerst nicht. Dennoch wurden die Kinder durch den Rettungsdienst zur Untersuchung in zwei Krankenhäuser verbracht. Über eine eventuelle Verletzungsart und das Ausmaß ist der Polizei noch nichts Näheres bekannt. Auch die genauen Umstände, die zur Aufnahme des Stoffes geführt haben sollen, sind nicht bekannt.

Aus den bisherigen Ermittlungen der Polizei haben sich derzeit keine Anhaltspunkte für aufsichtswidriges Verhalten vor Ort ergeben. Die Überprüfung, ob die Inhaltsstoffe der Stinkbombe in Deutschland vertrieben werden dürfen, macht weitere Ermittlungen anderer Behörden erforderlich.

(red/pol)