Düren: Goldene Medaillen für die Kleinsten beim 33. Stadtlauf

Düren: Goldene Medaillen für die Kleinsten beim 33. Stadtlauf

„Papa, guck mal. Das ist meine erste Medaille.“ Wer diesen Satz hört und das stolze Lächeln im Gesicht des kleinen Jungen im Sportdress sieht, der bekommt eine leise Ahnung davon, warum Udo Biege und sein Team vom Athletik Sportverein (AS) Düren beim traditionellen Dürener Stadtlauf auch die kleinsten Läufer im Blick haben.

„Ich finde es wichtig, auch für Kinder etwas anzubieten“, sagt Biege. „Kinder bewegen sich von Natur aus gerne und sie können hier ein bisschen Wettkampfluft schnuppern, einen Erfolg erleben. Vor allem sollen sie beim Stadtlauf aber mit ihren Familien Spaß haben“, erklärt der Cheforganisator des Laufes.

Isabell Freyschmidt, Lehrerin der Südschule, absolvierte mit den Schülern und dem Maskottchen ein Aufwärmprogramm vor dem Start.

Und deswegen gebe es bei den kleinen Läufern, die 346 Meter zurücklegen, auch keine Zeitwertung. Jedes Kind bekommt eine goldene Medaille und eine Urkunde. „Viele gehen damit dann ganz stolz in die Schule“, weiß Biege. Und vielleicht wird mit dem Stadtlauf ja dann doch ein bisschen Begeisterung für Leichtathletik oder anderen Sport geweckt.

Michelle Graß und Celina Berger versorgten die Läufer mit Wasser.

Freude an Bewegung

Die besten Läufer: Fahd Mellouk, Dominik Fabianowski, Simon Dahl.

Freude an der Bewegung wecken, das ist für viele Eltern und Schulen ein Grund, um zum Stadtlauf zu kommen. Hinfallen und wieder aufstehen kann da schon mal dazugehören — und bei den Bambini ist es auch keine Schande, wenn die Kinder dann doch mal ein kleines Stück getragen werden — das Lieblingskuscheltier fest in der Hand.

Bei den Schülern gab es am Sonntag eine Rekordteilnehmerzahl: 376. „Das sind die Läufer von Morgen“, freut sich Dieter Bovelett vom AS Düren. Damit sei die Kapazitätsgrenze von 400 bald erreicht. Die Dürener Südschule hat mit 140 Schülern in den Bambini- und Schülerläufen die größte Teilnehmergruppe gestellt. Lehrerin Isabell Freyschmidt ist begeisterte Läuferin — und möchte das auch den Kindern vermitteln. „Sport versüßt das Leben“, fasst sie die Vorteile von Bewegung zusammen. „Die 1,6 Kilometer sind für die Schüler schon anspruchsvoll“, weiß sie.

Ein Ziel setzen, durchhalten, einen Wettkampf erleben, die Belohnung in Form von Applaus und Urkunden genießen — das alles seien positive Auswirkungen. Bei Familie Wimmer aus Nideggen ist es nicht mehr nötig, Begeisterung zu wecken: Die Familie besteht quasi aus passionierten Läufern — und so waren Hannes (7 Jahre) und Carla (5, beide beim TuS Schmidt aktiv) auch am Start. „Das ist eine schöne Veranstaltung“, sagt Mutter Elke Wimmer. Sie schätzt es, dass die Kinder in ungezwungener Atmosphäre vor Publikum laufen und so ein bisschen Wettkampferfahrung sammeln können.

Damit das möglich ist, muss jede Menge ehrenamtliche Arbeit geleistet werden. Etwa 120 Helfer vom AS Düren waren am Sonntag und in den Vortagen im Einsatz. „In der Woche vor dem Lauf werden aus den Kellern und von Speichern unsere ganzen Materialien geholt. Da kommt ganz schön was zusammen“, sagt Udo Biege. Auf- und Abbau müssen erledigt, die Anmeldungen koordiniert, Urkunden gedruckt werden. Etliche Helfer sichern die Strecke, versorgen die Läufer im Ziel mit Wasser, koordinieren und organisieren.

Spenden gesammelt

Unter den insgesamt 1353 Startern war auch Peter Borsdorff. Der Läufer mit der Sammelbüchse rückte bei seiner Spendensammlung zwei Kinder aus Düren in den Mittelpunkt, deren Vater im Januar bei einem Arbeitsunfall gestorben ist. Anders als seine Mitstreiter wollte Borsdorff möglichst spät ins Ziel einlaufen — dafür mit einer vollen Spendendose.

Beim Zehn-Kilometer-Lauf kam Dominik Fabianowski vom ASV Köln mit einer Zeit von 32:22 Minuten vor Simon Dahl aus Bergisch Gladbach und Fahd Mellouk (Dürener TV) ins Ziel. Bei den Damen setzte sich Lisa Jaschke aus Köln mit einer Zeit von 37,54 Minuten gegen Nora Schmitz (LC Euskirchen) und Sonja Vernikov (Alemannia) durch.