Nideggen: Göckemeyer erwägt rechtliche Schritte

Nideggen: Göckemeyer erwägt rechtliche Schritte

Mit der Erwägung, rechtliche Schritte einzuleiten, hat die Bürgermeisterin der Stadt Nideggen der Schulleitung der Embkener Grundschule gedroht.

In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Sport verlas Margit Göckemeyer Dienstag eine Erklärung.

In ihr heißt es, in einem Brief, der auch an Personen außerhalb der Verwaltung gegangen sei, unterstelle die Schulleitung, dass die Sachbearbeiterin der Verwaltung mit den Eltern gegen die Schulleitung gearbeitet habe.

Margit Göckemeyer: „Dies weise ich zurück!” Und sie sagt unmissverständlich: „Falls diese Anschuldigung nicht öffentlich zurückgenommen wird und eine Entschuldigung der Schulleitung nicht erfolgt, werde ich rechtliche Schritte in Erwägung ziehen.”

In Embken stehen sich zwei Lager gegenüber: Auf der einen Seite die Befürworter der 13+-Betreuung durch den Förderverein, die es seit seit 2004 an der Grundschule gibt. Auf der anderen Seite befinden sich die Verfechter der Offenen Ganztagsschule. Göckemeyer macht keinen Hehl daraus, dass sie die OGS als zukunftsweisendes Ganztagsbetreuungsmodell ansieht.

Auch gibt es einen Stadtratsbeschluss, der besagt: Mit mindestens 15 Kindern kann die OGS beginnen - entweder im kommenden Schuljahr oder erst 2011/2012. Bis Mitte Juni lagen keine 15 Anmeldungen vor.

Die Diskussionen in Embken führten nach Aussage Göckemeyers zu einem Prozess, in dem sie und ihre Mitarbeiterin ständig als Mediatorin gefragt waren. Trotzdem: Auseinandersetzungen, Anfeindungen und Machtkämpfe ließen Eltern, Kinder, Lehrerinnen und die Mitarbeiterin der Verwaltung leiden. So forderte Göckemeyer alle Beteiligten auf, im Interesse eines konstruktiven Schulklimas zusammenzuarbeiten. Im kommenden Schuljahr gibt es weiter die 13+-Betreuung, danach soll die OGS folgen.