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Glas ist an Weiberfastnacht in Düren wieder tabu

In der Dürener Innenstadt : Glas ist an Weiberfastnacht tabu

Es hat sich bewährt: das Glasverbot an Weiberfastnacht. „Unsere Container am Einlassbereich zum Kaiserplatz waren im vergangenen Jahr kaum gefüllt“, berichtet Sozialpädagoge Peter Junker von der Stadt Düren. Das heißt: Wer auf Markt und Kaiserplatz Karneval feiern will, hat das seit 2009 geltende Verbot akzeptiert. Es soll verhindern, dass sich Feiernde wie früher an Glasscherben verletzen können.

Grob gesagt zwischen dem Bahnhof im Norden und der Stürtzstraße im Süden, zwischen der August-Klotz-Straße im Westen und der Schützen-/Hohernzollernstraße im Osten darf zwar Alkohol auch im Freien konsumiert werden, aber eben nicht aus Glasflaschen und Gläsern. Rote Schilder in den Zugangsstraßen weisen darauf hin, wo genau die Zone beginnt. In der dürfen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auch die Taschen kontrollieren; am Eingang zur Jugendschutzveranstaltung auf dem Kaiserplatz ist das sogar obligatorisch.

Das Glasverbot gilt aber nicht nur für Feiernde, sondern auch für Händler. Innerhalb der Verbotszone ist der Verkauf von Getränken in Flaschen untersagt, wenn erkennbar ist, dass sie beim Straßenkarneval getrunken werden sollen. Insbesondere in Kiosken und Imbissen wird das auch kontrolliert. In den meisten Fällen halten sich die Betreiber daran. Das Ordnungsamt musste nach Auskunft der Stadt in den vergangenen beiden Jahren nur in wenigen Ausnahmefällen ein Bußgeld verhängen.

Das Glasverbot gilt nicht für Anwohner, die ihren Einkauf nach Hause bringen wollen, und explizit nicht innerhalb von Gaststätten. Wer aber das Lokal verlässt, um zum Beispiel zu rauchen, darf sein Glas nicht mit vor die Tür nehmen. Darauf weist das Ordnungsamt ausdrücklich hin.

(ja)