Düren: „Girls‘ und Boys‘ Day“: Keine Angst vor neuen Ufern

Düren: „Girls‘ und Boys‘ Day“: Keine Angst vor neuen Ufern

Alte Strukturen aufbrechen, neue Wege gehen, Perspektiven eröffnen — Ziele, die beim bundesweiten „Girls‘ und Boys‘ Day“ auch in Düren umgesetzt werden sollen. Rund 200 Mädchen und Jungen werden am 27. März die Gelegenheit bekommen, in die verschiedenen Bereiche städtischer Arbeit hineinzuschnuppern.

Wenn es nach den Organisatoren geht, soll dabei der eine oder andere seinen künftigen Traumberuf an einem neuen Ufer entdecken.

Sie öffnen die Türen zu den städtischen Berufen: (v.l.) Peter Junker (Jugendamt), Gilla Knorr, Christina van Essen (Frauenbüro und Bürgermeister Paul Larue.

Am Donnerstag haben Mitarbeiter von Frauenbüro und Jugendamt das Programm für den beruflichen Schnuppertag vorgestellt. Das Angebot richtet sich an Schüler der 9. und 10. Klassen aller Schulformen — diesen Aspekt betont die Leiterin des Frauenbüros besonders: „Wir wollen alle jungen Leute einbeziehen und beteiligen, unabhängig, von ihrem schulischen Hintergrund.“

Der „Girls‘ Day“ gehört seit 2001 zum festen Angebot der Stadt, seit 2010 können sich auch Jungen einen Tag lang in Berufen ausprobieren, die sie womöglich vorher nicht auf dem persönlichen Schirm hatten. Peter Junker, Koordinator des Angebots für Jungen, benennt konkrete Jobs aus dem Angebot des 27. März, in denen auch künftig Bedarf besteht: „Männliche Erzieher für die Kindertagesstätten werden dringend gebraucht, ebenso Mitarbeiter für die soziale Arbeit.“

Einmal mehr bemühen sich die Mitarbeiterinnen des Frauenbüros in diesem Jahr, bislang ausgewiesene Männerberufe auch für Frauen attraktiv zu machen. „Ich denke da vor allem an das Handwerk, aber auch technische Berufe oder IT-Spezialisten“, zählt Christina van Essen auf. Landschaftspflege, Metallbau, Informatik — nur drei Beispiele für Jobs, in denen Frauen und Mädchen gern gesehen seien, sagt van Essen.

Neben dem städtischen Fachbereichen wird das Angebot auch auf Institutionen und Bildungseinrichtungen ausgeweitet. So können die Neunt- und Zehntklässler das Maurerhandwerk oder den Floristen-Beruf kennenlernen. Die Koordinatoren erklärten, dass sowohl rund 100 Mädchen als auch Jungen am Angebot der Stadt partizipieren können. „Darüber hinaus empfehle sich ein Blick auf das bundesweite Gesamtprogramm (siehe Infobox). Auch Bürgermeister Paul Larue wirbt für den Schnuppertag bei den städtischen Stellen und denkt gleich perspektivisch: „Womöglich sind ja die Fachkräfte von morgen dabei, die wir so dringend brauchen, um den Betrieb am laufen zu halten.“