"Giant Soul" tritt in der Christuskirche auf

Für den guten Zweck : Musik für Seele und Herz

Das Ensemble „Giant Soul“ macht Musik für Seele und Herz. Mit ihrem Auftritt in der Christuskirche in Düren am Sonntagnachmittag unterstützen die Musiker außerdem einen guten Zweck: Der 40-köpfige Gospelchor und die elfköpfige Band sammelten bei freiem Eintritt Spenden für die Hospizbewegung Düren-Jülich.

Die Gruppe spezialisiert sich auf sogenannten „Contemporary Gospel“, also modernem Stücke im Sinne des klassischen Gospels. Das Konzert in der Christuskirche hatten „Giant Soul“ zwei Jahre geplant, berichtete Bettina Henke: „Wir waren hier einmal bei einen Gospelworkshop und hatten uns vorgenommen, in dieser tollen Kirche auf jeden Fall noch einmal zu musizieren“, sagte sie. „Wir sind in Kerpen beheimatet, aber unsere Mitglieder kommen von der Eifel über Düsseldorf bis Düren überall her.“

Zum Konzertauftakt stellten sich die Chormitglieder gekleidet in rot-schwarz an den Seiten der Kirche auf. Zu eindringlichen Trommel-Rhythmen betraten sie ihre Bühne im Zentrum. Dann Stille – das Publikum wollte schon klatschen – und eine starke Solostimme begann mit dem Stück „Let all the people say Amen“. Mit viel Enthusiasmus „praisten“ die Musiker Gott, wie Bettina Henke so schön auf „denglisch“ sagte, und zeigen dabei stimmlich Klasse.

Ob ausdrucksstark und energetisch mit „We believe“ oder leise mit einer sanften Steigerung bis hin zum kraftvollen Finale bei „If not for your Grace“, „Giant Soul“ überzeugte mit authentischem Gospelspirit im modernen Gewand. Aber auch klassischere Stücke wie „Goin up Yonder“ präsentierten die Kerpener auf kreative Art und Weise: In breiter Formation unterstützen sie ihren Gesang mit dem ganzen Körper, beispielsweise durch rhythmisches Stampfen im Refrain.

Auch das Publikum sollte mitmachen. Aber wer dachte, es wäre mit Aufstehen und Klatschen getan, irrte sich gewaltig. René Schmitz leitete die Mitmacheinheit und verteilte schnell nicht nur Männer und Frauenstimmen. Einen ganzen Chor von Sopran bis Bass formte er aus dem Publikum, das enthusiastisch mitsang. Schnell wurde der Text einstudiert und durch rhythmisches Sprechen gefestigt. Dann noch die Melodie einmal vor- und nachsingen und schon stand ein überdimensionaler Gospelchor in der Christuskirche.

Gerda Graf von der Hospizbewegung Düren-Jülich war begeistert von diesem Auftritt und dem Engagement des Ensembles: „Das Konzert ist eine wunderbare Geste des Chores und ein besonderes Geschenk“, sagte sie. „Wir möchten uns ganz herzlich bedanken, dass so viele Menschen ihre Zeit für uns geopfert haben.“

(kim)
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