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Gesundheitsamt: Methadon gestrichen

Gesundheitsamt: Methadon gestrichen

Kreis Düren. Das Gesundheitsamt im Kreishaus in Düren wird keine Methadon-Substitution mehr anbieten. Das hat der Kreisausschuss mit Stimmen von CDU und FDP beschlossen.

Während der Zeit, in der der Psychiater Dr. Alawi eine halbe Stelle innegehabt hat, hat ihn kein einziger Suchtkranker aufgesucht. CDU-Fraktionschef Karl Schavier folgerte daraus, „dass es keine Unterversorgung im Kreis gibt”, man nach der Kündigung des Mediziners die knapp 40.000 Euro für dessen halbe Stelle also einsparen kann.

Hinzu komme, dass die Landesklinik in Düren die Einrichtung einer Mathadonambulanz angekündigt habe. Wie Dezernent Georg Beyß berichtete, war der Mediziner während seines Dienstes im Dürener Kreishaus nicht untätig: „Dr. Alawi hat psychiatrische Gutachten erstellt und damit unsere Halbtagskraft entlastet, die dringend Verstärkung gebraucht hat.”

SPD und Grüne bezeichneten die Entscheidung, das Methadon-Programm im Kreishaus zu streichen als falsch. Oliver Krischer (Grüne): „Lassen Sie uns doch alle Fachleute an einen Tisch rufen und nach einer einvernehmlichen Lösung suchen.”

Dies hielt die CDU-Mehrheit für nicht erforderlich.