Boich: Gereonschule soll Flüchtlingen eine Heimstatt werden

Boich: Gereonschule soll Flüchtlingen eine Heimstatt werden

Die Gemeinde Kreuzau will bis zu 78 Asylbewerber in der Gereonschule in Boich unterbringen.

Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses einstimmig in ihrer Sitzung am Mittwoch. Angesicht der steigenden Anzahl von Flüchtlingen sieht sich die Gemeinde zum diesem Schritt veranlasst, auch weil sie Sporthallen oder Sportheime weiterhin nicht als Unterkünfte nutzen will.

Gleichzeitig betonten Politik und Verwaltung, dass sie an dem Vorhaben festhalten wollen, die Flüchtlinge wie bisher dezentral unterzubringen. Außerdem wollen sie möglichst schnell die Bevölkerung des kleinen Ortsteils informieren. Schließlich würde, sollten alle 78 Plätze belegt werden, jeder siebte Einwohner des etwa 550 Personen zählenden Dorfes ein Asylbewerber sein.

Bisher sind in Boich in einer Unterkunft 22 Menschen untergebracht. Diese würde aufgelöst, wenn die Gereonschule, die sich nach dem Ende des Schulverbandes Kreuzau-Nideggen in Besitz der Gemeinde befindet, bezogen wird. Die Gereonschule müsste zunächst für etwa 200.000 Euro als Unterkunft nutzbar gemacht werden, fehlen doch beispielsweise sanitäre Einrichtungen. Im ersten Schritt würde der „Altbau“ der Schule belegt.

Ein Sicherheitsdienst soll in den Nachtstunden tätig sein, ein Betreuungskonzept erstellt werden. Das Forum der Gereonschule kann der Bürgerverein des Ortes weiter nutzen.

(sis)
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