Nörvenich: „Genereller Verdacht auf Undichtigkeit nicht angebracht“

Nörvenich: „Genereller Verdacht auf Undichtigkeit nicht angebracht“

Die öffentliche Expertenanhörung im Düsseldorfer Landtag über die Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen ist auf großes Interesse bei den Hausbesitzern in NRW gestoßen. Auch für die Freidemokraten in Nörvenich ist der sogenannte „Kanal-TÜV“ ein relevantes Thema.

Ingola Schmitz, die Fraktionsvorsitzende im Nörvenicher Gemeinderat und Abgeordnete des Landtags, macht deutlich: „Wasser ist unsere Lebensgrundlage und gehört natürlich besonders geschützt. Die geplanten Regelungen von SPD und Grünen schießen aber deutlich über das Ziel hinaus.“

Die Fraktionsvorsitzende kritisiert, dass der rot-grüne Gesetzentwurf private Abwasserleitungen mit öffentlichen und gewerblichen Leitungen vergleiche. Auch verschiedene Bodenverhältnisse würden in dem Entwurf nicht berücksichtigt. „Für unterschiedliche Gefährdungspotentiale kann es aber keine Einheitslösungen geben“, bemängelt Ingola Schmitz. Und: „Ein genereller Verdacht auf Undichtigkeit ist nicht angebracht.“

Der Entwurf sei deshalb nicht besonders bürgerfreundlich. Ingola Schmitz ist es ein Anliegen, dass Hausbesitzer nicht über Gebühr belastet werden. „Die strengen Prüfpflichten ziehen hohe Folgekosten nach sich, die nicht jeder stemmen kann. Reparaturarbeiten im Kanalnetz können schnell vierstellige Summen erreichen. Wir werden uns weiterhin für bürgerfreundliche und unbürokratische Lösungen einsetzen.“

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