Langerwehe: Gemeinderat rechnet mit Defizit von vier Millionen Euro

Langerwehe: Gemeinderat rechnet mit Defizit von vier Millionen Euro

Die Töpfergemeinde ist nicht auf Rosen gebettet. Den Beweis dafür werden die Mitglieder des Gemeinderates spätestens „zwischen den Jahren“ beim Lesen des Entwurfs für den Haushalt 2017 finden, den Bürgermeister Heinrich Göbbels in der letzten Sitzung des Rates in diesem Jahr einbrachte.

In diesem Entwurf rechnet der Bürgermeister mit einem Defizit von etwa vier Millionen Euro. Den geplanten Erträgen von 28,4 Millionen stehen Aufwendungen von 32,4 Millionen Euro gegenüber. Den Haushaltsausgleich will die Gemeinde mit einer Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage erreichen.

Für gemeindliche Investitionen sind 3,2 Millionen Euro angesetzt, deren Finanzierung über Kredite erfolgen soll. Der Haushaltsentwurf sieht die Festsetzung der Grundsteuer A auf 350 Prozentpunkte vor. Bei der Grundsteuer B geht der Entwurf von 625 Prozentpunkten aus.

Die Tendenz im Gemeinderat geht aber zu 620 Prozentpunkten. „Wir stehen im Wettbewerb mit Nachbarkommunen, wenn es um die Ansiedlung neuer Unternehmen geht“, warnte SPD-Sprecher Peter Münstermann (MdL). Astrid Natus-Can (CDU) nahm den Entwurf mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ zur Kenntnis. Sie regte an, die Steuerhebesätze für 2018 bereits früh zu diskutieren.

Im Vorbericht zum Haushalt 2017 wird darauf hingewiesen, dass mit einer Verringerung der Schlüsselzuweisungen um 1,3 Millionen Euro gerechnet werden muss.

Der Entwurf geht von einer Erhöhung der Kreisumlage um etwa 268.000 Euro aus, weitere Erhöhungen nicht ausgeschlossen. „Hier müssen wir dem Kreis die Stirn bieten“, erklärte SPD-Fraktionschef Münstermann.

(fjs)