Gemeinde Kreuzau will Konzept für Spielplätze auflegen

Neues Konzept : Kreuzaus Spielplätze auf dem Prüfstand

Einmal im Jahr überprüft ein externer Gutachter die Spielgeräte auf den Spielplätzen der Gemeinde Kreuzau. Diese Untersuchung erfolgt, um die Sicherheit bei der Nutzung der Geräte zu garantieren. Die Gemeinde wollte es jedoch im vergangenen Jahr genau wissen und hat ein Fachbüro beauftragt, eine Bestandsliste zu erstellen.

Zahlreiche Spielgeräte wurden danach inzwischen erneuert. Die Liste soll auch helfen, ein Spielplatzkonzept zu entwickeln. Damit befasst sich nun der Arbeitskreis Sozialplanung.

Schon im vergangenen Jahr wurde diskutiert, ob sämtliche Spielplätze erhalten bleiben sollen. Allerdings gilt die Maßgabe: „Jeder Ortsteil sollte mindestens einen Spielplatz behalten“, betont Bürgermeister Ingo Eßer (CDU). Darin sind sich auch alle Kommunalpolitiker einig. Dennoch will der Verwaltungschef nicht ausschließen, dass durchaus Zusammenlegungen denkbar sind. Dies gelte vor allem an Stellen, wo es zu einer Aufwertung kommen könne.

Für den Spielplatz „Auf der Tuchbleiche“ bestehen solche Pläne. Er soll sich zum zentralen Spielort in Kreuzau entwickeln, wo insgesamt fünf Spielplätze stehen. Im Zuge der ersten Schritte, das Zentrenkonzept mit Leben zu erfüllen, konnten sich Bürger melden. „Es kamen viele interessante Vorschläge zusammen“, sagt Eßer, „natürlich lässt sich nicht alles umsetzen.“ Auch das Kinder- und Jugendparlament wurde befragt. Von dort kam der Wunsch für Ballspielflächen. Beim Bürgerforum wurden mehr Sitzgelegenheiten und Spielgeräte für Kleinkinder angeregt. Ziel ist es, den Spielplatz zu einem Areal für mehrere Generationen zu entwickeln.

27 Spielplätze wurden genauer untersucht

Den Stein brachte übrigens die Gemeindeprüfungsanstalt ins Rollen, die ein Spielplatzkonzept für Kreuzau forderte. Aus diesem Grund wurden 27 Spielplätze genauer untersucht. Das Ergebnis führte dazu, dass zwölf Bockrutschen abgerissen und zum Teil mit neuen ersetzt wurden. 16 Schaukelsitze mussten inklusive Ketten ausgetauscht werden.   Darüber hinaus mussten die Spielplatzschilder ersetzt werden, weil sie nicht mehr die Norm erfüllten. Das für Reparaturen zur Verfügung stehende Geld reichte in diesem Fall nicht aus. Für Neugeräte stehen 30.000 Euro jährlich zur Verfügung. Die Unterhaltungskosten machen inzwischen 80.000 Euro aus. Dazu zählen der Heckenschnitt, die regelmäßige Leerung der Mülleimer und die Reinigung der Sandkästen. Die Spielplätze an den Grundschulen und den Kindertagesstätten der Gemeinde gehören übrigens nicht dazu.

Aktuell werden die Jägerzäune an Spielplätzen entfernt. Sie entsprechen nicht den aktuellen Standards und werden als potenzielle Gefahrenstelle gesehen. „Die veränderten rechtlichen Voraussetzungen stellen uns immer wieder vor Herausforderungen“, sagt Eßer. Die Kommune ist in solchen Fällen zum Handeln gezwungen. Die meisten Arbeiten übernimmt der Bauhof.

Das Spielplatzkonzept soll spätestens im kommenden Jahr auf dem Tisch liegen. Dann soll schnell klar sein, ob Plätze aufgegeben und an anderer Stelle neue Spielstätten entstehen.

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