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Düren: Gelbe Säcke verursachen Chaos

Düren : Gelbe Säcke verursachen Chaos

Die Bürger sind stinksauer, im wahrsten Sinn des Wortes. In der Dürener Innenstadt blieben am Mittwoch bis zum frühen Abend die Gelben Säcke liegen.

In der Pletzergasse stapelten sich die Säcke auf dem Bürgersteig und machten die Benutzung des Bürgersteigs zum Hindernislauf.

Die Zustände in der Innenstadt sind kein Einzelfall: Auch im Grüngürtel und in Norddüren funktionierte die Abholung offenbar nicht. Obwohl die seit dem 1. Januar zuständige Gemeinnützige Altstoffverwertung (GAV) dort bis am späten Abend tätig war, blieb in einige Straßen der Plastikmüll liegen.

Offenbar ist das Aachener Unternehmen, das auch in seiner Heimatstadt heftig in die Kritik geraten ist, mit den neuen Aufgaben überfordert.

Beim Dürener Service Betrieb, der die Abholung bis zum Jahresende durchgeführt hatte, gingen in den letzten Tagen mindestens 100 Beschwerden ein, berichtet Geschäftsführer Richard Müllejans.

Er weist darauf hin, dass sein Betrieb nicht mehr der richtige Ansprechspartner ist: „Zuständig sind die GAV und das Duale System.” Für alle Fälle hält der DSB in der Rurstraße aber nach wie vor einen Presscontainer bereit, in dem Bürger ihre Gelben Säcke entsorgen können.

Probleme gibt es auch bei der Verteilung der Gelben Säcke. Viele Geschäfte und städtischen Institutionen, die die Ausgabe übernehmen sollten, sind nicht beliefert worden.

Und die Bürger beschweren sich darüber, ihrerseits keine Berechtigungskarten für die Säcke erhalten zu haben, die einer Sonntagszeitung beigelegt wurden. Nicht jeder Haushalt erhält diese Zeitung, teils sind die Karten gestohlen worden.