Überfall auf Dürener Juwelier: Fünfter Täter muss für Juwelenraub ins Gefängnis

Überfall auf Dürener Juwelier : Fünfter Täter muss für Juwelenraub ins Gefängnis

Nun ist auch der letzte der fünf Räuber, die am 6. März 2013 ein Juweliergeschäft in der Dürener Innenstadt ausraubten und Schmuck im Wert von knapp 40.000 Euro mitnahmen, verurteilt.

Vier Täter waren bereits zu Haftstrafen verurteilt worden, der fünften stand am Dienstag vor der 1. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht unter Vorsitz von Richter Christian Bülte.

Der Angeklagte Bandika J. wurde wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Der 32-jährige Serbe hatte bis Mitte 2018 unbehelligt in Frankreich leben können, erst nach der Verurteilung zweier Mittäter 2017 gelang es der Polizei, ihn mit einem internationalen Haftbefehl ausfindig zu machen.

Bandika J. war derjenige, der als Lockvogel in das An- und Verkauf-Geschäft an der Kölnstraße ging und vorgab, an einem Ring interessiert zu sein. Er war als einziger unmaskiert und bereits kurz nach dem Überfall kursierte ein Foto von ihm im Internet. Und doch war er am längsten in Freiheit.

 „Als ich die Schublade herauszog, legte er mir von hinten seinen Arm um den Hals. Ich bekam Panik und wehrte mich, da kamen schon zwei weitere herein“, berichtete zum dritten Mal als Zeugin Verkäuferin Andrea B. (55). Sie wurde in den hinteren Bereich des Ladens gezogen, die Eindringlinge hätten versucht, ihr mit Klebeband den Mund zu versiegeln und ihr Kabelbinder anzulegen, beides misslang.

Gestört wurden die Räuber von einem Nachbarn, dem es merkwürdig vorkam, dass die Eingangstüre im Parterre verschlossen war. Er klingelte und schreckte die Räuber auf. Die hatten bereits Schmuck und Gold im Wert von 39.000 Euro zusammengerafft und an die zwei Mittäter übergeben, die im Auto warteten. Andrea B. war am Tag nach dem Überfall wieder arbeiten und auch der dritte Auftritt als Zeugin machte ihr nichts aus: „Ich bin bereits drei mal überfallen worden, ich schaue jetzt allerdings ganz genau hin.“

(wos)
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