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Hürtgenwald: Friedwald rückt näher

Hürtgenwald : Friedwald rückt näher

Um den sich ändernden Bestattungswünschen gerecht zu werden, möchte die Gemeinde im Wald zwischen Vossenack und Simonskall einen „Ruheforst/Friedwald” anlegen.

Die Kölner Bezirksregierung hat eine dazu nötige Änderung des Flächennutzungsplanes gebilligt. Eine räumliche Abgrenzung sei nicht erforderlich, in der Begründung für die Planänderung sollten aber Angaben zur Größe der Fläche und mögliche Folgeeinrichtungen wie ein kleiner Parkplatz mit dem Hinweis versehen werden, dass bauliche Anlagen nicht beabsichtigt sind.

Der Kreis Düren fordert, dass der Nachweis erbracht wird, dass der Untergrund für Urnenbestattungen unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften geeignet ist. Im übrigen lägen einige der Flächen im Landschaftsschutzgebiet, wo entsprechende Verbote zu beachten sind. So sollten der vorhandene Weg nicht ausgebaut werden, Lage und Zahl der geplanten Parkplätze den derzeitigen Holzlagerplatz nicht überschreiten, im Friedwald keine Wege und Pfade angelegt werden und eine eventuell unvermeidbare Einfriedung „waldbildverträglich” erfolgen.

Bevor Bürgermeister Axel Buch aber das entsprechende Bauleitverfahren „einläutet”, will der Gemeinderat das Gelände unter die Lupe nehmen. Und Günther Hieke (CDU) möchte vorher wissen, wie hoch die Kosten und erwartete Erlöse sind.

Der Bürgermeister geht von einer Friedwald-Fläche von etwa 2,5 Hektar aus. Die Kosten schätzt er auf 1,5 bis zwei Millionen Euro. Die hereinzuholen, sei eine Frage der Vermarktung. Auch Arnold Thomas (CDU) mahnt zur Vorsicht: „Das ist keine kleine Summe. Wir sollten nicht unnötig Geld ausgeben!”

SPD-Sprecher Heinz Kaumanns bittet die Verwaltung, anderswo mal die Kosten abzufragen, um zu möglichst objektiven Zahlen zu kommen. Und Siegfried Bergsch (FDP) sorgt sich um Auswirkungen auf die klassischen Friedhofsgebühren.