Birkesdorf: Freisprüche im Prozess um Massenschlägerei in Birkesdorf

Birkesdorf: Freisprüche im Prozess um Massenschlägerei in Birkesdorf

Mit drei Freisprüchen ist am Dienstag eine Hauptverhandlung vor dem Dürener Amtsgericht geendet, bei der zumindest versucht wurde, Licht in eine Massenschlägerei zu bekommen.

Wegen Körperverletzung hatten sich drei Männer im Alter von 55, 48 und 25 Jahren zu verantworten.

Der Fall liegt knapp anderthalb Jahre zurück. In Birkesdorf fanden in zwei benachbarten Wohnungen private Silvesterfeiern statt, bei denen das alte Jahr feuchtfröhlich ausklingen sollte. Kurz vor Mitternacht begab man sich auf die Straße, um auf das neue Jahr anzustoßen und um das obligatorische Feuerwerk abzubrennen.

Doch statt der Silvesterkracher flogen plötzlich die Fäuste. Zudem gab es Tritte und ein 25-jähriger Auszubildender aus Kreuzau wurde ins Krankenhaus eingeliefert, das er erst am nächsten Tag wieder verlassen konnte. Der jungen Mann waren bei der Keilerei unter anderem ein paar Zähne ausgeschlagen worden.

Alle Bemühungen des Gerichtes unter Vorsitz von Richter Hans-Georg Wingen, nachträglich herauszufinden, wie es zu der Schlägerei gekommen und wer daran in welchen Maße beteiligt war, blieben ergebnislos. Jedenfalls blieben selbst der Staatsanwältin so viele Zweifel, dass sie auf Freisprüche plädierte.

Dem folgte das Gericht uneingeschränkt. Genauso hatte im November das Dürener Jugendschöffengericht geurteilt, bei dem sich drei andere Beteiligte jener Massenkeilerei zu verantworten hatten.