SWD Powervolleys: Französischer Angreifer Lacassie reist aus dem Trainingslager ab

SWD Powervolleys : Französischer Angreifer Lacassie reist aus dem Trainingslager ab

Fünf Tage Trainingslager in Warendorf liegen hinter dem Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren. Trainer Stefan Falter spricht von „einer intensiven Erfahrung“ für sein Team. Das sei nicht nur darauf zurückzuführen, dass die Bedingungen in der Sportschule der Bundeswehr optimal gewesen seien.

„Wir haben in Warendorf schnell gemerkt, dass da eine Mannschaft beisammen ist, die schon jetzt einen starken Zusammenhalt entwickelt hat“, erklärt Falter.

Vom ersten Tag an sei zu merken, gewesen, dass die Lust am Volleyballspielen groß sei. In den fünf Wochen Training zuvor hatten die Powervolleys nicht komplex trainiert, die Spielform sechs gegen sechs stand nicht auf dem Plan. Das war erstmals in Warendorf der Fall. „Ich habe der Mannschaft da erst mal freien Lauf gelassen. Das war vielleicht manchmal etwas wild auf dem Feld. Dafür war die Begeisterung zu spüren, dass endlich richtig Volleyball gespielt wird“, beschreibt Falter.

Das Trainingslager fand unter außergewöhnlichen Bedingungen statt. Der französische Neuzugang Florian Lacassie musste Donnerstagmorgen ungeplant frühzeitig abreisen. Der Grund war ein sehr erfreulicher: Tochter Méalia hatte es eilig, auf die Welt zu kommen. „Also saß die ganze Mannschaft am Mittwochabend vor dem Computer, um für Florian die schnellste Flugverbindung zu finden“, sagt Falter. Mit Erfolg: Florian Lacassie war rechtzeitig zurück, um bei der Geburt dabei zu sein und meldete stolz, dass Mutter und Tochter wohlauf sind.

Für die Powervolleys bedeutete das, dass Ersatz gefunden werden musste, um die Spielform sechs gegen sechs aufrechtzuerhalten. Co-Trainer Justin Wolff, der in Solingen 2. Liga gespielt hat, sprang ein. Allerdings nicht lange. Im Training zog sich Wolff einen Anriss der Achillessehne zu. Jetzt sprang Wolfgang Schütz ein, Landestrainer beim Westdeutschen Volleyball Verband (WVV). Er besorgte einen jungen Spieler aus dem Paderborner Regionalligakader, der das Dürener Team mit viel Feuereifer komplettierte. „Der Junge saß natürlich beim Essen mit am Tisch. Als Michael Andrei sich bei ihm für die Hilfe bedankt hat, konnte man sehen, dass das für den Jungen etwas Besonderes war, weil ein Vize-Europameister sich bei ihm bedankt hat“, beschreibt Falter.