Düren: Fortschritte bei der Sanierung der Schultoiletten

Düren: Fortschritte bei der Sanierung der Schultoiletten

Es ist kein schönes Bild, das Helmut Harperscheidt, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement der Stadt Düren, von den Schultoiletten des Gymnasiums am Wirteltor zeichnete. Defekte WCs und Urinale, ein „über die Jahre mit Urin vollgesogener Estrich“, stechender Geruch, defekte Fenster und Türen, unzureichende Lüftung, 40 bis 50 Jahre Nutzung mit entsprechenden Abnutzungserscheinungen.

Kurz, mit den Worten von Schulleiter Wilhelm Gödde gesprochen: „Viele Schüler haben sich den Gang auf die Toilette verkniffen.“ Das ist nun vorbei. Die Schüler des Dürener Gymnasiums können aufatmen, die Sanierung der Außentoiletten ist abgeschlossen. Das städtische Sanierungsprogramm aber schreitet voran, die Toiletten des GAW sind kein Einzelfall.

Im März 2012 hatte der Stadtrat beschlossen, in den kommenden fünf Jahren fünf Millionen Euro in die Sanierung der Toilettenanlagen an städtischen Schulen zu investieren. „Der erste Bauabschnitt ist beinahe abgeschlossen“, bilanzierte Harperscheidt bei der Vorstellung der generalsanierten Schultoiletten des Gymnasiums am Wirteltor.

Auch die Schüler der Peschschule und der Hauptschulen Birkesdorf und Burgauer Allee können sich über sanierte Sanitäranlagen freuen. 1,7 Millionen Euro wurden verbaut. Im September und Oktober sollen die Arbeiten an den Grundschulen in Rölsdorf, Lendersdorf, Birkesdorf, der Martin-Luther-Schule und am Rurtalgymnasium abgeschlossen sein.

Im kommenden Jahr wird dann in Echtz, im Grüngürtel, in Hoven, an der Südschule und am Burgau-Gymnasium mit der Sanierung begonnen. Auch das Wirteltor-Gymnasium steht auf der Liste: die Toiletten der alten Sporthalle sind ebenfalls in die Jahre gekommen. Bürgermeister Paul Larue sprach von einem Investitionsstau „der vergangenen Jahrzehnte“. Viele Sanitäranlagen seien heruntergewirtschaftet gewesen.

„Wir tauschen nicht 1:1 Alt gegen Neu aus“, erklärte Helmut Harperscheidt. Überdimensionierte Anlagen würden den aktuellen Schülerzahlen angepasst, in Zusammenarbeit mit den Schulen sollen Wünsche so weit wie möglich berücksichtigt werden.

So entstand am GAW beispielsweise ein Vorraum, der eine eventuelle Bewirtschaftung der Anlage ermögliche. Es werde noch nach einer rechtssicheren Möglichkeit gesucht. Möglich sei auch eine „freiwillige Nutzungsgebühr“. „Wir wollen, dass die Toiletten möglichst lange so schön bleiben“, sagte Schülersprecher Andreas Krischer, der sich für die Sanierung bedankte. Er sieht auch die Schüler als Nutzer in der Verantwortung.

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