Gey: Fließsand verhindert eine frühe Entwarnung

Gey: Fließsand verhindert eine frühe Entwarnung

Schwieriger und langwieriger als zunächst angenommen gestaltete sich am Dienstag die Entschärfung einer amerikanischen Fünf-Zentner-Fliegerbombe am Ortsrand von Gey.

Feuerwerker Fritz Ramacher vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf: „Die Bombe sieht aus wie neu, hat zwei Zünder und lag auf einer Sandschicht. Wir mussten sie zunächst fixieren um die beiden Zünder entfernen zu können”.

Mitarbeiter eines privaten Minensuchunternehmens fanden die Bombe gegen 10 Uhr in dem geplanten Neubaugebiet C 4 am nordwestlichen Ortsrand. Der brisante Fund lag 2,50 Meter unter der Erdoberfläche auf einer Sandschicht. Der Fließsand ließ die Bombe rutschen, sobald sich ein Werkzeug näherte.

Das Ordnungsamt der Gemeinde Hürtgenwald und Beamte der Polizeiwache Kreuzau sperrten die Fundstelle in einem Radius von rund 250 Metern ab und forderten die Anwohner zum Verlassen der Häuser auf.

Kurz vor 13 Uhr begann Feuerwerker Fritz Ramacher mit seiner gefährlichen Arbeit. Erst als die Bombe rutschfrei gelagert war konnte mit dem Ausbau der Zünder begonnen werden. „Die nehmen wir mit, denn sie sind noch sehr brisant”, sagte der erfahrene Bombenentschärfer. Exakt um 13.44 Uhr konnte sich Fritz Ramacher nach getaner Arbeit die Schweißperlen von der Stirn wischen und die Polizei gab Entwarnung.

Hans-Georg Streit, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Hürtgenwald, konnte ebenfalls erleichtert aufatmen. Evakuierungen größerer Art waren nicht erforderlich. Streit: „Die gesamte Gemeinde Hürtgenwald gilt als Verdachtsfläche für Bombenfunde. Deshalb wird jede zur Bebauung ausgewiesene Fläche zunächst von den Minenräumern untersucht”.

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