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Düren: Firmen geben Schülern einen Plan mit

Düren : Firmen geben Schülern einen Plan mit

Laptop, Beamer und eine weiße Projektionsfläche, auf die Zukunft projiziert wird. Vor der Technik sitzen Ausbildungsleiter und Mitarbeiter und entwerfen ein mögliches künftiges Szenario. Eine Schülergruppe hat am Tisch Platz genommen und hört aufmerksam zu. Einige zeigen Interesse, nutzen die Gelegenheit und stellen Fragen, andere möchten sich das Ganze nur anhören.

„Viele haben noch keinen Plan“, stellt der Ausbildungsleiter der Heimbach GmbH & Co. KG, René Anscheit, fest. Seine Firma mit Sitz in Mariaweiler produziert Papiermaschinenbespannungen. Die zukünftigen Azubis hören von ihm zum ersten Mal, dass die Papiermaschinenbespannungen die Papierbahnen in den Papiermaschinen transportieren und entwässern. Sie lernen, dass das von außen traditionell aussehende Gebäude innen eine moderne, saubere Fabrik verbirgt, die 630 Arbeitsplätze bietet, 35 davon sind Azubis und Studenten. Vier Ausbildungsstellen zum Industriekaufleuten werden dieses Jahr besetzt und zwischen zwölf und fünfzehn Ausbildungsplätze in allen Berufen.

Die Schüler der Höheren Handelsschule des Berufskollegs Kaufmännische Schulen „daten“ große und kleine Unternehmen und Behörden aus der Region: 250 Schüler besuchten 17 Unternehmen und Behörden. Viele Fragen stellen die Schüler an diesem Tag. Das Projekt heißt „Unternehmen stellen sich vor“.

Bei diesem Projekttag haben die Unternehmen die Chance, bereits frühzeitig potenzielle Auszubildende kennenzulernen. „Die Heimbach GmbH & Co. KG zum Beispiel hat vor anderthalb Jahren die KURS-Partnerschaft mit dem Berufskolleg abgeschlossen, das heißt, dass beide Partner sich gegenseitig bei Maßnahmen zu Berufsorientierung unterstützen. „Sich die guten Leute direkt von der Schule abzuholen“, das setzt viele gemeinsam geplante Maßnahmen voraus.

Am Projekt waren auch Lidl, die AOK, das Forschungszentrum Jülich, die Bundeswehr, die Rechtsanwaltskammer Köln, das St. Marien-Hospital, Westnetz, die Sparkasse, die Stadt Düren und der Kreis Düren beteiligt.

Für viele Schüler ist die Situation neu. Einige haben noch gar keinen Berufswunsch, andere kommen mit einer ganzen Liste von Wünschen. Dritte sind sich über ihren Berufswunsch ganz sicher und möchten die Chance nutzen, um ihren Überlegungen näher zu kommen. Ganz egal, wie unterschiedlich sie alle sind, die Tipps und die Informationen, die die Schüler bekommen haben, werden sie auf jeden Fall brauchen. Spätestens dann, wenn die Schüler ihre ersten Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz schreiben.