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Feuerwehr Düren: Pöbeleien und Angriffe werden angezeigt

Jahreshauptversammlung : Respekt gegenüber den Helfern schwindet

Mit Optimismus und Gelassenheit sieht die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Düren in die Zukunft. Sehr zufrieden zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung der Leiter der Feuerwehr, Branddirektor Johannes Rothkranz.

Umfassende persönliche und sachliche Ausstattung, in gutem Zustand befindliche Feuerwehrgerätehäuser in den Stadtteilen und eine respekt- und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Wehr, Politik und Verwaltung geben der Wehr die Möglichkeit, „mit sehr viel Augenmaß die Belange des gesetzlich Notwendigen und das Gebot der Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen“, versicherte der Wehrleiter und konnte sich über das Lob von Bürgermeister Paul Larue (CDU) freuen: „Eine Super-Truppe mit einer Super-Ausrüstung. Da können wir uns sicher fühlen.“

Viel investiert

Die Stadt als Feuerschutzträger, verdeutlichte Johannes Rothkranz, hat viel in die Wehr investiert. Nach der mit Eigenleistung der Mitglieder unterstützten Beseitigung von Mängeln an den Gerätehäusern sieht die Wehr dem Neubau einer neuen Hauptwache an der Veldener Straße mit Freude entgegen.

Dank des Kauf von sechs Hilfeleistungslöschfahrzeugen seien auch die Löschgruppen am Rande der Stadt optimal ausgestattet. Die Hilfeleistungslöschfahrzeuge sind standardisiert, können also getauscht werden. Während der hauptamtliche Wehrteil seine Sollstärke erreicht, hat die Wehr im Ehrenamt immer Bedarf.

Die Ehrenamtsförderung seitens der Stadt mache sich positiv bemerkbar, stellte der Wehrleiter fest und legte seine Bilanz vor. Die Alarmierungen sind mit 3,5 pro Tag leicht rückläufig bei Feuer und Hilfeleistung. Der Rettungsdienst ist täglich 66 Mal gefragt. Für Feuerschutz und Hilfeleistung stehen 58 Einsatzfahrzeuge, für Rettungsdienst 15 Fahrzeuge zur Verfügung.

Schwindender Respekt

Kritisch angemerkt wurde in den Beiträgen zur Jahreshauptversammlung der immer mehr schwindende Respekt gegenüber den Hilfskräften. Sowohl Bürgermeister Larue als auch Dezernentin Christine Käuffer sprachen das Thema an. Die Dezernentin stellte klar, dass Pöbeleien und Angriffe gegenüber Helfern ohne Ausnahmen Strafanzeigen nach sich ziehen. „Bisher hat die Staatsanwaltschaft Aachen noch kein Verfahren eingestellt“, sagte Christine Käuffer, die die enge Zusammenarbeit mit der Polizei lobend hervorhob.

Ehrungen

Für 25-jährige aktive Mitglied­schaft in der Wehr wurden mit dem NRW-Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet: Andreas Pingel-Keuth (LG Derichsweiler), Ralf Knoben (Hauptamt), Marcel Flatten (Lendersdorf), Heiko Faßbender und Andreas Floeren (Mariaweiler) sowie Manfred Weß (Merken). Das Goldene NRW-Feuerwehr-Ehrenzeichen ging an Rudolf Esser und Dirk Sommer (beide Berzbuir), Bert Fischer und Bernd Otto (beide Gürzenich) sowie Gerald Frank (Mariaweiler).

(sps)