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Heimbach: Festmesse mit über 2000 Gläubigen

Heimbach : Festmesse mit über 2000 Gläubigen

Das Eifelstädtchen war am Samstag das Ziel vieler Pilger und Pilgerinnen von nah und fern. Die Hauptoktav der Wallfahrt - traditionell in Verbindung mit dem Fest Mariä Heimsuchung - wurde mit einer Festmesse im Kurpark eröffnet, an der über 2000 Gläubige teilnahmen.

Hauptzelebrant und Prediger war Weihbischof Dr. Johannes Bündgens. Marienfrömmigkeit, so der Bischof, sei immer ein direkter Weg zu Christus.

Die Frömmigkeitsform des Pilgerns fand an diesem Tag einen vielfältigen Ausdruck: Viele Fußpilgergruppen, angeführt von Vortragekreuz und teilweise mit Fahnen und Blasmusik, erreichten um die Mittagszeit das erste Ziel: die Pfarr- und Wallfahrtskirche „St. Klemens und Christus Salvator”.

Eine besonders große Gruppe von 45 Fußpilgern, mit Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz, kam aus den Pfarren St. Anna und St. Marien in Düren. Die Wallfahrer wurden von Ortspfarrer Hans Doncks und dem Bischof mit Segensandachten begrüßt. Viele gingen anschließend noch den Kreuzweg zur Abtei Mariawald hinauf. Ein besonderer Segensgruß galt einer Gruppe von Jugendlichen, die zum Weltjugendtag nach Sydney aufbrach.

Eine große Weggemeinschaft im Glauben tat sich am Spätnachmittag im Kurpark des Eifelstädtchens auf: Der Weihbischof feierte dort in Konzelebration mit fünf Priestern, darunter dem Heimbacher Ortspfarrer Hans Doncks, die Eucharistie. Begrüßt wurde die große Gemeinde von der Pastoralreferentin Alice Toporowsky. Sie übermittelte das Leitwort der Wallfahrt: „Du führst uns hinaus ins Weite.”

Der Weihbischof verknüpfte seine Predigt mit einer Meditation über Michelangelos Gemälde in der Sixtinischen Kapelle in Rom: Der Gesang Mariens im Magnifikat des Lukas-Evangeliums sei ein „eschatologisches (endzeitliches) Lied”. In unserer Welt stimme es nicht, dass zum Beispiel die Reichen leer ausgehen. Doch: „Mit der Menschwerdung Gottes beginnt die Vollendung durch Christus.” Maria sei die Nächste bei ihm. Sie baue die Brücke. Es gelte, mit Maria Gott zu loben und zu preisen.

Am Ende seiner Predigt rief er seine Zuhörer dazu auf, den Elan des Glaubens zu vermitteln und das Zeugnis des Glaubens in immer neuen Formen auszudrücken. Es gelte, die junge Generation mit dieser Begeisterung anzustecken. „Das ist unsere Aufgabe.”

Für den Weihbischof war diese Wallfahrtseröffnung ein besonderes Ereignis, war er doch vor seiner Weihe zum Oberhirten Pfarrer in Heimbach. Musikalisch gestaltet wurde diese Festmesse von Euphonia Mausbach, einem Bläserensemble. Den Dank und die Einladung für das kommende Jahr sprach am Ende des bewegenden Gottesdienstes die Vorsitzende des Pfarrgemeindrates Andrea Wagner aus.