Düren: Festliches Konzert mit Meisterwerken der Klassik

Düren : Festliches Konzert mit Meisterwerken der Klassik

Sein „Mary Lou” wird so manchem noch in den Ohren klingen. Doch der Erfolg als Schlagersänger kam auch für René Kollo eher überraschend, weil eigentlich nicht geplant.

Und dennoch: Zeit seines Lebens ließ den Tenor die leichte Muse nicht mehr los. Sein wirkliches Ziel aber war stets die Opernbühne.

Nun ist einer der größten Heldentenöre unserer Zeit erstmals zu Gast in der Kreisstadt: Im Rahmen seiner Solo-Tournee bis Ende Januar durch 17 Kirchen im Bundesgebiet interpretiert der Star-Tenor am Dienstag, 13. Januar, ab 20 Uhr in der Christuskirche klassische Meisterwerke von Bach, Händel, Monteverdi, Schubert und anderen. Begleitet wird er dabei vom renommierten Orgelvirtuosen Wolfgang Wedel aus Berlin sowie der Sopranistin Nina von Möllendorf.

Musik in der Wiege

Die Musik wurde René Kollo praktisch in die Wiege gelegt: Vater Willi war ein bekannter Komponist und Texter, aber auch Bühnen- und Drehbuchautor, sein Großvater Walter einer der erfolgreichsten Operettenkomponisten des so genannten Berliner Kreises.

Mit seinem Ausflug in die Schlagerwelt finanzierte Kollo sein anschließendes Gesangsstudium. Erste Schritte als Opernsänger unternahm er danach am Braunschweiger Staatstheater, ehe Kollo 1967 an die Deutsche Oper am Rhein nach Düsseldorf wechselte.

René Kollos Weltkarriere begann 1969 in Bayreuth als Steuermann im „Fliegenden Holländer”, wo er als „neuer Typ” des Wagner-Tenors 1971 und 72 den „Lohengrin” sang. Es folgten Auftritte an der Wiener Staatsoper, bei den Münchener Opernfestspielen 1978, als „Tristan” 1981 in Bayreuth sowie „Tannhäuser” in Genf - und immer öfter in seiner Heimatstadt an der Deutschen Oper Berlin.

Seinen wohl spektakulärsten Auftritt hatte Kollo 1988, als er seinen italienischen Kollegen mit Verdis „Othello” Konkurrenz machte. Im März 2002 trat René Kollo im National Theatre in Washington auf, im April folgte eine Japan-Tournee.

Parallel zum „schweren” Fach liebäugelte er aber weiter mit der „leichten Muse”.

Eintrittskarten zu diesem musikalischen Leckerbissen gibt es in der Geschäftsstelle der „Dürener Zeitung”, bei Elektro Gunkel und im Aktiv Musikshop.