Inden: Fernwärme avanciert in der Gemeinde zum Reizwort

Inden: Fernwärme avanciert in der Gemeinde zum Reizwort

Kein Ruhmesblatt hat RWE bei der Versorgung der Gemeinde Inden mit Fernwärme beschrieben. Rund zwölf Millionen Euro hatte das Unternehmen investiert, um vom Kraftwerk Weisweiler aus ein rund 30 Kilometer langes Fernwärmenetz mit etwa 400 Hausanschlüssen zu installieren.

Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder Straßen und Gehwege aufgebrochen werden mussten, um Schäden an den Fernwärmeleitungen zu beseitigen, bestellte der Indener Bauausschuss zwei Vertreter der RWE Rhein-Ruhr Netzservice zum Rapport.

Kleinlauf bekannten Planungsleiter Udo Frings und Ralf Spölgen aus dem hause RWE, dass die Ursachenforschung zu den Schäden am Fernwärmenetz bisland ergebnislos geblieben ist. Klar sei nur, dass dort, wo Rohre gebogen sind, Spannungskorosion nahe der Schweißnähte auftritt und das Rohr von innen nach außen rostet. Klar ist auch, dass bislang 130 Hausanschlüsse erneuert wurden und nur solche betroffen sind, die bis 1998 erstellt wurden.

Gut 1,5 Millionen Euro musste das Unternehmen bislang für die Reparaturen bezahlen, die in der Bevölkerung großen Unmut ausgelöst haben, weil die Arbeiten teilweise mehrere Wochen dauerten oder eine Stelle gleich mehrfach von Bautruppe aufgerissen werden musste.

Frings und Spölgen versicherten, dass die außerplanmäßigen Ausgaben nicht in die Preiskalkulation einbezogen werden, RWE sich seiner Gewährleistungspflicht bewusst ist und „zum Netz steht”. „Wir lernen dazu” habe das Unternehmen, erläuterte Frings, inzwischen seine Strategie geändert: Überall dort, wo Schäden auftreten, werden inzwischen sämtliche Rohrbögen ausgetauscht. Zudem solle erreicht werden, dass künftig keine Baustelle länger als 14 Tage offen bleibt.

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