Stockheim: Ferienspiele Stockheim: Betreuerin Laufenberg spricht über ihren Alltag

Stockheim : Ferienspiele Stockheim: Betreuerin Laufenberg spricht über ihren Alltag

Wenn im Pfarrgarten die Wasserschlacht beginnt, dann herrscht feucht-fröhlicher Trubel. Mitten unter den 35 Kindern zwischen fünf und elf Jahren steckt die 16-jährige Anne Laufenberg. Sie ist Betreuerin bei den Ferienspielen, die vor fünf Jahren von der Stockheimer Interessengemeinschaft und der Pfarrei ins Leben gerufen ist. Was sie dort erlebt, erzählt sie im Interview mit Anne Welkener.

Frau Laufenberg, warum Stockheim und nicht Stockholm? Warum Ferienspiele organisieren, statt selbst Ferien machen?

Laufenberg: Mir macht das einfach Spaß mit den Kindern. Es ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung, man lernt immer dazu. Und in den Urlaub fahre ich auch noch.

Das heißt, Sie sind schon länger Betreuerin bei den Ferienspielen?

Laufenberg: Ja, seit es sie gibt — also schon fünf Jahre.

Wie viele Mitstreiter haben Sie?

Laufenberg: Wir sind in diesem Jahr 15, darunter sind viele jüngere, die vorher selbst Teilnehmer waren, und vier Erwachsene.

Wie oft trifft sich das Team für die Vorbereitungen?

Laufenberg: Nach den Sommerferien treffen wir uns als Abschluss zum Pizza-Essen und besprechen grob die Ideen für das Thema des nächsten Jahres. Zwei Monate vor Beginn fangen wir an, die konkreten Aktionen zu planen.

Welches Thema haben Sie sich für dieses Jahr ausgesucht?

Laufenberg: Eine Reise durch die Zeit. An jeweils einem Tag geht es um Ägypter, Griechen, Römer, Ritter und die Zukunft. Wir basteln zum Beispiel Ritterhelme und Schwerter oder machen Olympische Spiele in Form einer Dorf-Rallye.

Was kommt bei den Kindern am besten an?

Laufenberg: Die Dorf-Rallye und das Chaos-Spiel sind die Highlights. Aber nicht nur für die Kleinen — auch für uns. Beim Chaos-Spiel treten die Kinder in kleinen Teams gegeneinander an, müssen Begriffe im Pfarrgarten suchen und Aufgaben meistern.

Und wie sieht ein typischer Tag bei den Stockheimer Ferienspielen aus?

Laufenberg: Morgens machen wir eine Morgenrunde, singen ein Lied und spielen zum Reinkommen ein Spiel. Am Anfang der Woche ist das noch ein Kennenlernspiel. Dann ist meist Zeit für ein größeres Spiel draußen, weil es noch nicht so warm ist. Mittags kocht eine Mutter für uns, und am Nachmittag können die Kinder spielen oder basteln — manche toben draußen, andere gehen bei dem Wetter lieber rein. Um 15.30 Uhr machen wir eine Abschlussrunde. Danach räumen wir Betreuer auf, legen alles für den nächsten Tag zurecht und besprechen, was an diesem Tag gut und was schlecht lief.

Sie sprachen die Temperaturen schon an. Gab es in den vergangenen Jahren schon mal heißere Ferienspiele?

Laufenberg: 2017 war es auch ziemlich warm, da haben wir genau wie jetzt auch draußen mit Wasser gespielt. Was anderes kann man ja nicht machen. Wir hatten aber auch schon so verregnete Wochen, dass wir nur drinnen waren. Aber ich glaube, eine so heiße Woche hatten wir noch nicht.

Und das Beste zum Schluss: Was ist Ihr persönlicher Ferienspiele-Moment?

Laufenberg: Hier machen zwei neunjährige Mädchen mit, die sind schon von Anfang an dabei. Die kommen am ersten Tag immer auf mich zugestürmt, umarmen mich und hängen dann die ganzen Ferienspiele an mir dran, das ist schon schön. Das fühlt sich immer an, als wären die letzten Ferienspiele erst gestern gewesen.

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