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Düren: Fast 9000 Ausländer wählen ihre Vertreter

Düren : Fast 9000 Ausländer wählen ihre Vertreter

8993 Ausländer sind am 21. November in Düren an die Wahlurnen gerufen.

Sie entscheiden über die Zusammensetzung des Integrationsausschusses, dem Nachfolgegremium des 1986 in Düren eingeführten Ausländerbeirats.

Setzte sich der Beirat nur aus Ausländern zusammen, so werden unter den 19 Mitgliedern des neuen Gremiums zehn Ratsvertreter sein, die das Kommunalparlament entsendet. Sie sollen die Einflussmöglichkeiten des Gremiums erhöhen. Die neun ausländischen Mitglieder werden am 21. November gewählt.

Jede Stadt mit mindestens 5000 ausländischen Einwohnern ist verpflichtet, einen Ausländer- oder Integrationsrat zu bilden. Seine Einflussmöglichkeiten sind jedoch begrenzt: Anregungen müssen zwar dem Stadtrat oder einem Fachausschuss vorgelegt werden und dürfen dort auch von einem Vertreter des Integrationsausschusses mit beraten werden, doch letztlich entscheidet der Rat.

Wahlberechtigt sind am 21. November alle Ausländer ab 16 Jahre, die seit mindestens einem Jahr in Deutschland und seit mindestens drei Monaten in Düren leben.

Vier Gruppierungen treten an: Die Internationale Liste (Spitzenkandidat Latif Yalzin), die bei der Ausländerbeiratswahl 1999 57,7 Prozent der Stimmen erhielt, und erstmals die Liste des Dialoges (Hakan Cay), die Bunte Liste (Khemais Ben-Miled) und die Türkische Liste (Nurullah Celik).

1999 lag die Wahlbeteiligung bei 13,6 Prozent.