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Düren: „Fahr Rad..., aber sicher!”: Aktionstag

Düren : „Fahr Rad..., aber sicher!”: Aktionstag

Die nackten Zahlen sind ernüchternd: Allein im vergangenen Jahr zählte die Kreispolizeibehörde 249 Verkehrsunfälle zwischen Titz und Heimbach, an denen Radfahrer beteiligt waren.

Der Großteil, 119 oder 47,8 Prozent, entfiel auf die Stadt Düren.

Für Norbert Eskens, Vorsitzender der Verkehrswacht Düren, ein Alarmsignal, auf das er prompt reagierte.

Beim Arbeitskreis Fahrrad des Innenstadtforums lief Eskens offene Türen ein. Ergebnis intensiver Beratungen ist am Samstag, 19. Juni, ein erster Aktionstag auf dem Rathausvorplatz.

Unter dem Motto „Fahr Rad..., aber sicher!” bietet die Verkehrswacht von 10 bis 16 Uhr vielfältige Informationen rund ums Zweirad an. Bürgermeister Paul Larue wird gegen 11 Uhr den druckfrischen „Radwegeplan Stadt Düren” vorstellen.

Eine Karte, die neben den bekannten und stark genutzten Routen wie dem Ruruferradweg auch verborgenere Strecken aufzeigt, so dass so mancher unfallträchtige Knotenpunkt geschickt umfahren werden kann, wie Verena Schloemer, Vorsitzende des Arbeitskreises, erklärt.

„Allein in den letzten 20 Jahren sind im Stadtgebiet Düren rund 70 Kilometer Radwege neu gebaut oder saniert worden”, ergänzt Uwe Schmitz, Fahrradbeauftragter der Stadt. Um 12 Uhr bietet er eine Tour durch Düren an.

Die Altersklasse der 15- bis 17-jährigen Radfahrer sei am häufigsten in Unfälle verwickelt, gefolgt von Kindern, unterstreicht Verkehrsdezernent Heinz Bellen von der Kreispolizeibehörde.

Ursache sind oft motorische Schwächen. Entsprechendes Training für Kinder und ein Fahrradparcours, bei dem Geschicklichkeit gefragt ist, bilden deshalb weitere Schwerpunkte des Aktionstages.

In einer mobilen Werkstatt werden Fahrräder auf Sicherheitsdefizite überprüft. „Kleinere Notreparaturen werden wir vor Ort erledigen”, erklärt Norbert Eskens, der auch für die Teilnahme an einem Reaktions- und Sehtest wirbt: „Welchem Radfahrer nutzt das schickste Rad, wenn er den Fußgänger, das nahende Auto oder Motorrad nicht sieht.”

Und die Erfahrungen der Verkehrswacht belegen: Bei Erwachsenen beträgt die Sehfehlerquote 20 Prozent, bei Kindern bis zehn Jahre 17 Prozent, ohne dass die Eltern etwas davon wissen.

Indoor-Cycling, Helmdemonstrationen und die bekannte Fahrradcodierung runden das radspezifische Angebot des Tages ab, das durch ein vom Hacky Heinen moderiertes Rahmenprogramm ergänzt wird.