Vettweiß: Fachleute nehmen Unfallstelle an der B477 in Augenschein

Vettweiß: Fachleute nehmen Unfallstelle an der B477 in Augenschein

Nach dem tödlichen Unfall eines zehnjährigen Jungen auf der Bundesstraße 477 bei Gladbach ist die Anteilnahme in sozialen Netzwerken wie Facebook groß. Der Schüler war am Dienstagnachmittag beim Überqueren der Schnellstraße von einem Lastwagen erfasst worden.

Nicht weit entfernt hatte sich auch vor zehn Jahren ein tödlicher Unfall ereignet. Damals war eine Frau ums Leben gekommen.

Der Junge war aus dem aus Richtung Nörvenich kommenden Bus mit anderen Schülern an der Bundesstraße 477 ausgestiegen. Seit vielen Jahren ist es so geregelt, dass die Kinder und Jugendlichen, die mit den Bussen ankommen, die Straße überqueren müssen, um nach Gladbach zu gelangen. In diesem Bereich existiert eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern.

Warum fährt der Bus nicht nach Gladbach, um die Schüler abzusetzen? Die Dürener Kreisbahn wollte sich dazu am Mittwoch auf Anfrage nicht äußern. Zurzeit würde der genaue Unfallhergang noch rekonstruiert. Dem Vernehmen nach soll es auf der Durchgangsstraße im Ort keine geeignete Wendemöglichkeit geben.

Der Vettweißer Bürgermeister Joachim Kunth sagte, er würde „alles daran setzen, nach einer Lösung zur Verbesserung der Situation zu suchen“. Es sei früher bereits einmal über alternative Busrouten diskutiert worden.

In Soller, einem weiteren Ortsteil der Gemeinde Vettweiß, habe es vor Jahren einen tödlichen Unfall gegeben. Durch das Dorf führt die Bundesstraße 56. An der betreffenden Stelle sei damals dann eine Ampel installiert worden. Kunth kündigte gegenüber unserer Zeitung an, dass es noch vor Weihnachten Gespräche geben soll.

Am Mittwoch nahmen Kräfte der Direktion Verkehr von der Dürener Polizei die Unfallstelle bei Gladbach in Augenschein. Ob es in absehbarer Zeit zu Veränderungen kommen wird, steht noch nicht fest. Grundsätzlich kümmert sich zunächst eine Unfallkommission, die mit Fachleuten verschiedener Behörden besetzt ist, um Fragen, wie gefährliche Punkte entschärft werden können.

Dieses Gremium wird sich die Unfallstelle noch in dieser Woche ansehen, sagte eine Polizeisprecherin. Geschwindigkeitsmessungen werden auf der B477 laut der Behörde regelmäßig vorgenommen, auch durch den Kreis Düren.

(inla)