Düren: Facelifting für Josef-Schregel-Straße als Entree der Stadt

Düren: Facelifting für Josef-Schregel-Straße als Entree der Stadt

Leerstehende Wohnungen, aufgegebene Geschäfte und verwitterte Fassaden: Die einstige Bedeutung der Josef-Schregel-Straße als Geschäftsstraße mit inhabergeführten Fachgeschäften lässt sich heute kaum noch erahnen. „Die Josef-Schregel-Straße ist kein würdiges Entree für die Stadt Düren“, bilanzierte auch die Politik.

Um dies zu ändern und Konzepte für die weitere Entwicklung der Straße und des Bahnhofsumfeldes zu entwickeln, hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung die Verwaltung Ende 2011 mit der Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzeptes beauftragt.

Viel ehrenamtliches Engagement

Unter Leitung von Barthel Labenz (SPD) hat sich der Arbeitskreis Innenstadtgestaltung des Innenstadtforums bereits seit Februar 2011 mit der Aufwertung des Areals beschäftigt und Stärken und Schwächen analysiert, die Ergebnisse liegen nun vor.

Just in dem Augenblick, in dem die Arbeiten am Masterplan Innenstadt beginnen (siehe unten stehenden Artikel). Das, was im „Kleinen“ bereits geschehen ist, soll nun auf die gesamte Innenstadt ausgeweitet werden.

„Den Schwung müssen wir nutzen. Die hervorragenden Ergebnisse der Arbeit werden in den Masterplan einfließen“, bedankte sich Dürens Baudezernent Paul Zündorf. Die Arbeit, die in den vergangenen zwei Jahren überwiegend ehrenamtlich von allen Akteuren geleistet wurde, sei vorbildlich. „Ihre Vorschläge verschwinden nicht in der Schublade“, versicherte Zündorf.

„Der Druck muss im Kessel bleiben“, forderte auch Arbeitskreisvorsitzender Barthel Labenz. Um den Abwärtstrend zu stoppen, sei es gelungen, viele Immobilieneigentümer an den vergangenen Monaten in die Arbeit einzubinden.

Diese hatten vor allem eine mangelnde Planungssicherheit für das Areal kritisiert. Und ohne Planungssicherheit sei die Bereitschaft, Geld zu investieren, eher gering. „Wir stellen viele kleine Maßnahmen vor, die zügig umgesetzt werden können.

Die Zeit bis zur Fertigstellung des Masterplans sollte für deren Umsetzung genutzt werden“, sagte Labenz. Der Arbeitskreis wird erhalten bleiben und will sich weiterhin an der Innenstadtentwicklung beteiligen.

„Die Stadt hat noch etwas Geld“, ging Baudezernent Paul Zündorf auf die Vorschläge im Handlungskonzept ein. So soll beispielsweise die Beleuchtung des Tunnels zwischen dem Stadtcenter und dem Haus der Stadt erneuert werden.

Mit dem Dürener Service Betrieb werde über das Thema Sauberkeit im Viertel gesprochen, die Bepflanzung am Langemarckplatz soll regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Zentraler Punkt ist auch die Sanierung der Immobilien, um die Innenstadt wieder zu einem attraktiven Wohnort zu machen.

„An der Josef-Schregel-Straße starten wir ein Pilotprojekt, bei dem wir Erfahrungen für die spätere Umsetzung des Masterplans sammeln wollen“, erklärte Dürens Baudezernent. Die Stadt stellt beispielsweise Mittel für Beratungsgespräche zur Verfügung. Immobilienbesitzer können Infos zum Thema Wohnungsbauförderung erhalten, Architekten helfen bei der Erstellung von Maßnahmekatalogen.

„Wer investiert, kann im sozialverträglichen Rahmen auch die Mieten erhöhen“, stellte Paul Zündorf klar, dass sich eine Investition für Eigentümer auch rechnen müsse.

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