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Explosion in der Annakirmes-Geisterbahn​: Motiv unklar

Explosion in der Geisterbahn : Das Motiv ist noch völlig unklar

Der Sprengsatz in der Geisterbahn hat viele Fragen aufgeworfen. Viele bleiben auch am Ende dieses Tages offen.

Das wissen wir:

Am Dienstagnachmittag hat ein Mann in der Geisterbahn in einer PET-Flasche eine Explosion verursacht und dabei eine chemische Substanz freigesetzt. Die Bahn wurde sofort gelüftet, der Betrieb ging weiter. Nach einer öffentlichen Fahndung ab Mittwochabend stellte sich kurze Zeit später ein 40 Jahre alter Tatverdächtiger aus Köln bei der Polizei in Köln.

Der Verdacht erhärtete sich, der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei wertet den Zwischenfall als versuchte gefährliche Körperverletzung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Sie sieht auch einen Zusammenhang zu einem ähnlichen Vorfall auf der Düsseldorfer Rheinkirmes vor zwei Wochen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde niemand gesundheitlich geschädigt und kein Sachschaden verursacht. Polizei und Ordnungsdienst der Stadt Düren haben daraufhin die Präsenz auf dem Kirmesplatz erhöht und die Taschenkontrollen verstärkt.

Das wissen wir nicht:

Welche chemische Substanz die Explosion verursacht hat und welche Gefahren sie barg, ist noch unklar, wird aber untersucht. Auch weitere Details zu dem 40 Jahre alten Kölner sind offen: War er der Polizei bereits bekannt? Hatte er Verbindungen nach Düren? Auch die Frage nach dem Motiv des Tatverdächtigen bleibt heute unbeantwortet, laut Polizei schweigt der Mann. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass weitere Informationen erst in der kommenden Woche bekannt gegeben werden.

(smb)