Winden: „Ewiger Kalender“ mit Ansichten von Kreuzau

Winden: „Ewiger Kalender“ mit Ansichten von Kreuzau

In einigen ausgewählten Buchhandlungen in und um Kreuzau herum liegen ab sofort Exemplare des neuen „Ewigen Kalenders“, den Renate Zöller mit Landschaftsimpressionen aus der Gemeinde Kreuzau geschaffen hat. Der Kalender im Querformat, Größe DIN A 2, zeigt 13 Landschaften zu verschiedenen Jahreszeiten.

Das Titelblatt präsentiert Obermaubach und den See, aufgenommen vom Krawutschketurm aus. Die weiteren zwölf Fotos gewähren Blicke auf Winden, machen auf ein Stillleben mit Buntsandsteinen in Großformat in der Mausauel aufmerksam. Nahezu alle Ortsteile Kreuzaus sind verewigt, etwa Leversbach vom Mühlenberg aus aufgenommen, der Wassergarten in Kreuzau mit Eseln, die Drover Heide, ein Blick von der Hochkoppel Richtung Sophienhöhe. Ein ganz besonderes Bild unter den insgesamt 13: die Marieneiche in Stockheim in einer Winterlandschaft.

„Als ich während meiner Jahre in Wien und Berlin merkte, dass ich nicht alle Eindrücke mit Öl auf Leinwand festhalten konnte“, erklärte die Künstlerin, „bin ich zur Fotografie gekommen“.

Lange Zeit hatte sich Renate Zöller der Bildenden Kunst verschrieben, schuf Skulpturen und malte Aquarelle, schuf Gemälde mit Öl auf Leinwand. Produkte aus dieser Zeit zieren ihr Haus in Winden. Auf vielen Ausstellungen, auch im Kreuzauer Rathaus, konnten Besucher in den vergangenen Jahren ihre Werke bewundern. Ewige Kalender in DIN A 3 aus den jüngsten Jahren liegen in ihrem Keller-Atelier in Winden.

Wie macht Renate Zöller einen Ewigen Kalender? Zuerst ist da die Idee. Mit ihrem Fotoapparat bewaffnet zieht sie los und „sammelt“ Eindrücke. Hunderte dieser Sammlerstücke — Straßenzüge, Gebäude, Landschaften — finden sich dann auf dem Computer.

Jetzt kommt für die Künstlerin der schwierigste Teil: die Auswahl der Fotos, 13 müssen es sein. Fotos werden favorisiert, um dann am nächsten Tag wieder ausgetauscht zu werden, ein emotionales Hin und Her.

Steht die Auswahl, geht es mit einer zurückhaltenden Bearbeitung am Computer weiter. Mit dem Originalbild im Kopf muss Zöller überlegen, welche Veränderungen sich durch den Druck einstellen. Da spielt die Erfahrung eine große Rolle.

Ziel ist es, dem Betrachter einen realistischen Eindruck von der Landschaft oder dem Gebäude zu vermitteln. Das Format wird festgelegt, Beschriftung und Layout erfordern einfühlsame Überlegungen. Alles muss stimmen. Dann kommt das Werk in die Druckerei „ihres Vertrauens“ in unmittelbarer Windener Nachbarschaft.

„Es macht mir Spaß“, verrät Renate Zöller, „den Menschen ihre Umgebung zu zeigen.“ Und sie fährt fort: „Ich bin oft von etwas fasziniert, und diesen Eindruck muss ich teilen.“