Düren: Evangelische Gemeinde schraubt für Bedürftige

Düren: Evangelische Gemeinde schraubt für Bedürftige

Tief unten im Keller findet sich im Dürener Haus der Evangelischen Gemeinde am Wilhelm-Wester-Weg die Werkstatt von Manfred Skrobucha und Johannes Giesen.

Während oben im Erdgeschoss Simon Pohl in der Familienbildungsstätte einem internationalen Kreis von zugewanderten Frauen aus Ländern rund um den Erdball die hohe Kunst des Fahrradfahrens nahe bringt, sorgen der Mitarbeiter des Jülicher Forschungszentrums und der Rentner dafür, dass es den Kursteilnehmerinnen (aber nicht nur ihnen) nicht an Zweirädern mangelt.

Die Nachfrage ist groß. Darum wünschen sich Skrobucha und Giesen sowie Simon Pohl und Peter Heinzke von der Familienbildungsstätte vor allem eines: Menschen, die Lust haben, mit ihnen in der Werkstatt zu schrauben und zu basteln.

Seitdem Peter Heinzke im Gemeindebrief einmal die Werbetrommel gerührt hat, kommen die Materialspenden ins Haus und bescheren der Werkstatt willkommene Arbeit. Umsonst gehen die Räder nicht an die Kursteilnehmerinnen und andere Menschen, die es materiell nicht besonders dicke haben: Zehn Euro muss schon auf den Tisch legen, wer anschließend in die Pedale treten will.

Wer beim Gelingen der Arbeit helfen will, muss sich übrigens nicht zu einem Arbeitspensum verpflichtet fühlen: „Jeder bringt die Zeit mit, die er mitbringen kann”, versichert Peter Heinzke.

Seine ehrenamtlichen Mitstreiter Skrobucha und Giesen lassen bei ihren Reparaturen strenge Qualitätskriterien walten: „Die Räder müssen nicht chic aussehen, aber den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung entsprechen.”

Wer handwerkliches Können mitbringt, melde sich bei Peter Heinzke unter 02421/188-171.