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Huchem-Stammeln: Europäisches U14-Turnier: Bundestrainer und DTB loben die Tennishalle Rurbenden

Huchem-Stammeln : Europäisches U14-Turnier: Bundestrainer und DTB loben die Tennishalle Rurbenden

Mirco Westphal tut sich nur mit dem Namen des Ortes etwas schwer, scherzt er, ansonsten gibt's für ihn in Huchem-Stammeln nichts zu meckern: „Die Anlage ist etwas Besonderes, die Rahmenbedingungen sind perfekt — das gibt es nicht überall“, sagt der Chefkoordinator für Leistungssport des Deutschen Tennis Bundes (DTB) über die Tennishalle Rurbenden.

Und weil Westphal das mit einem positiv-erstaunten Gesichtsausdruck sagt, klingt es nicht nach der typischen Phrase. Er steht im Gastro-Bereich, zu beiden Seiten liegen hinter Scheiben die gepflegten Plätze, um ihn herum an den Tischen Jugendliche mit Trainingsanzügen ihrer Nationalmannschaften. In der Tennishalle Rurbenden findet bis morgen der sogenannten „Tennis Europe Winter Cup“ für die U14-Tennis-Elite statt, die besten beiden Teams qualifizieren sich für die Europameisterschaft in wenigen Tagen in Tschechien.

Für Außenstehende versprühte die Tennishalle vor allem am Freitagmorgen bei der Eröffnungszeremonie einen Flair, der in dem Gewerbegebiet alles andere als gewöhnlich ist. Zehn Nationalteams mit ihren jeweils drei besten Spielern marschierten mit Einlaufkindern und Flaggen ein, die Namen der Athleten und die Nationalhymnen tönten aus den Boxen.

Kuno Stirnberg genießt diese Szenen sichtlich „bei dem kleinen Davis Cup“, wie er das Turnier nennt. Der Dürener Jugendwart des Tennisverbandes Mittelrhein ist Mitorganisator des Turniers des Europäischen Tennisverbandes. „Im Jugendbereich ist es das Turnier mit dem besten Renommee, ein wichtigeres können wir nicht in den Kreis Düren holen“, sagt Stirnberg über die viertägige Veranstaltung. Ein gutes Dutzend Helfer unterstützt ihn dabei, alleine drei als Fahrer für die Spieler und Trainer, die in einem Hotel im Industriegebiet „Im Großen Tal“ wohnen. Zehn kleine Helfer hatten ihren Auftritt bei der Eröffnungsfeier: Die Kinder des Niederzierer Kindergartens marschierten beim Einlauf mit. „Einmal pro Woche spielen die Kids hier in der Halle.

Mit der Aktion als Einlaufkinder wollen wir ihre Begeisterung an dem Sport halten“, betont Stirnberg. Das war es dann aber auch mit dem lokalen Bezug bei diesem internationalen Topturnier, denn anders als bei dem „Kreis Düren Juniors Cup“ im Sommer gibt es für die Nationalteams keinen Extrastartplatz für lokale Sportler. Außerdem sei es organisatorisch nicht möglich nebenher noch ein Rahmenprogramm für die lokalen Vereine aufzuziehen, erklärt Mirco Westphal. Mit rund 15.000 Euro, die von den Tennisverbänden und Sponsoren gestemmt werden, ist das Turnier auch kein Schnäppchen — andere Bewerber als den TVM mit Kuno Stirnberg gab es nicht. Für das Geld bekommt der DTB einen professionellen Rahmen, und für Mirco Westphal ist es eben das, was zählt: „Es wäre schön, wenn auch einige Zuschauer kommen würden, aber das hat für uns keine Priorität. In erster Linie brauchen die Spieler optimale Bedingungen.“

Auch der U14-Bundestrainer Gerald Marzenell zeigte sich angetan, die Halle sei weltweit „eine positive Ausnahme“: unter anderem wegen des neuen Teppichbelags des Spielfelds und der Temperatur von 15 Grad. „In Frankreich haben wir mal bei 3 Grad gespielt.“ Sein Team hat in der ersten Runde gegen die topgesetzten Bulgaren verloren, spielen heute aber noch eine Partie. Die Matches beginnen gegen 10 Uhr.