Schmidt: Eschauel: Vier Jahre und 500.000 Euro später...

Schmidt: Eschauel: Vier Jahre und 500.000 Euro später...

„Zur Badesaison 2007 soll alles fertig sein”, hieß es vor vier Jahren im Nideggener Rathaus. Damals wurden die Pläne für den Umbau des Kiosks am Sonnenstrand Eschauel vorgestellt. Eine Außenterrasse mit Blick auf den Rursee war geplant, und auch die Räumlichkeiten der Gastronomie sollten sich so präsentieren, dass Eschauel für Touristen und Wanderer auch außerhalb der Saison lohnendes Ziel ist. 250.000 Euro standen dafür bereit.

Es hat etwas länger gedauert; und es ist etwas teurer geworden als geplant.

„Was lange währt, wird endlich gut”, sagte Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer jetzt im „Beach Club Eifel”, der an der Stelle des alten Kiosks entstanden ist. 500.000 Euro kostete der Umbau, 224.000 kamen aus Fördermitteln der Europäischen Union. „Der Umbau war ein hochemotionales Thema”, blickt die Bürgermeisterin auf die Entstehungsgeschichte der Restauration zurück.

Ein Hin und Her im Rat habe die Planung mehrfach umgeworfen, fügt Sachgebietsleiter Peter Esser hinzu. „Durch die Umplanungen sind die Kosten davongelaufen”, sagt er. Und zuletzt war das Projekt wohl auch ein Wettlauf gegen die Zeit: Ohne Gastronomiebetrieb in der stadteigenen Immobilie hätte bis Jahresende die Förderung zurückgezahlt werden müssen. In diesem Sommer ist das jedoch Schnee von gestern. Am Sonnenstrand ist der Blick gen Zukunft gerichtet.

Magdalena und Achim Bongard sind die Pächter, die den „Beach Club” nun mit Leben füllen sollen. Auf zehn Jahre lautet der Vertrag mit der Stadt. Die letzten Bauarbeiten in der Gastronomie sollen am Wochenende abgeschlossen sein. Ende Mai hatten die Pächter den Innenausbau in Angriff genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Während auf Terrasse und im Gastraum auf moderne Küche gesetzt wird, gibt es im Untergeschoss an der „Strandbar” Klassiker wie Pommes und Eis „auf die Hand”. Die Pächter betreiben auch den Badestrand (Eintritt 2,50 Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder).

Ziel: Badestrand erhalten

„Ziel war es immer, den Badestrand zu erhalten und auch außerhalb des Sommers Eschauel zu einer Anlaufstelle zu machen”, sagt Margit Göckemeyer. Mit dem Nutzungskonzept sieht sie den Sonnenstrand auf einem guten Weg. „Vier Jahre hat es gedauert; wir waren zum Schluss richtig schnell.”

Der Strand ist während der Ferien täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der „Beach Club” öffnet seine Pforten dienstags bis freitags von 14 bis 22 Uhr und am Wochenende von 10 bis 22 Uhr. Die Toilettenanlagen am Strand sind darüber hinaus zugänglich.

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